21.09.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Bundesfreiwilligendienst auf Schloss Dyck

Bundesfreiwilligendienst auf Schloss Dyck

Noch drei unbesetzte Stellen zu vergeben

In der Zeit zwischen Schule und Beruf kümmern sie sich im Rahmen eines Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) auf Dyck um die ökologische Pflege des Landschaftsgartens oder sind im Bundesfreiwilligendienst aktiv.

Jüchen - Der Schulabschluss ist geschafft! Und nun? Für viele junge Menschen steht das ?Danach? noch gar nicht fest. Sei es, dass die Entscheidung schwer fällt, ob eine Ausbildung, ein Studium oder ein weiterer Schulbesuch das Richtige, sei es, dass es wegen des nicht erreichten Numerus Clausus noch eine Wartezeit bis zum nächsten Semester zu überbrücken gilt oder, dass das angefangene Studium nicht das richtige war und eine Neuorientierung ansteht. In diesen Fällen kann ein "Freiwilliges Jahr" sinnvoll Perspektive sein.

Mix aus Praxis, Theorie und Persönlichkeitsbildung

In der Stiftung Schloss Dyck gibt Plätze für Freiwillige, die sich im Umweltschutz engagieren wollen. Insbesondere Jugendliche mit Schulabschlüssen der Sekundarstufe I können sich durch das FÖJ oder den Bundesfreiwilligendienst für die Berufsausbildung und damit für ihre Zukunft qualifizieren. Aber auch für Abiturienten sind ein Jahr Praxis eine wertvolle Ergänzung, bevor es mit einer akademischen Ausbildung weiter geht. Die jungen Männer und Frauen arbeiten in der Gartenabteilung unter der Anleitung des Parkleiters von Schloss Dyck, Berthold Holzhöfer, und sind in der Parkpflege eingesetzt. "Es geht nicht darum, eine Gärtnerstelle zu kompensieren", stellt der Gärtnermeister klar, "aber eine ökologische Parkpflege ist sehr personalintensiv und wir freuen uns über das Engagement der Schulabgänger. Neben diversen gärtnerischen Tätigkeiten lernen sie hier einen alten Baumbestand und neue Gartenkultur im Zusammenspiel vieler ökologischer Aspekte kennen." Zusätzlich arbeiten sie oft das erste Mal in einem Team über lange Zeit zusammen und gewinnen Einblick in die berufliche Realität.

Diese Persönlichkeitsbildung wird durch sogenannte Bildungsseminare unterstützt, die von den unterschiedlichen Trägern der Freiwilligendienste verpflichtend durchgeführt werden. Die Seminargruppen bleiben vom ersten bis zum letzten Seminar in der gleichen Besetzung zusammen.

Es geht sowohl um das praktische Erleben und das sinnliche Erfahren wie auch um die Auseinandersetzung mit der politischen Dimension der unterschiedlichen Themen. "Fünfmal im Jahr sind die Freiwilligen für eine Woche in Bildungshäusern untergebracht. Das ist ein bisschen wie eine Klassenfahrt, aber dieses Angebot unterstützt die jungen Menschen zusätzlich in der Entscheidung, wie es nach dem freiwilligen Jahr weiter gehen soll", erläutert Eva Bongartz, die die Freiwilligen pädagogisch begleitet. "Fast jedes Jahr stellt einer von ihnen fest, dass er nun Gärtner werden möchte - dann vermitteln wir in Ausbildungsbetriebe. Bei anderen Berufswünschen ermöglichen wir Praktika und unterstützen bei der Studienplatzsuche."

Das Jahr in Schloss Dyck beginnt entweder zum 1. August oder 1. September und man erhält 340,00? Euro monatliche Vergütung. In der Regel verteilt sich die Arbeitszeit auf 40 Stunden in der Woche. Bei der Ableistung eines zwölfmonatigen Dienstes haben die Freiwilligen einen Anspruch auf 30 Tage Urlaub.

Derzeit sind noch drei Stellen auf Schloss Dyck unbesetzt. Informationen und Bewerbung (mit den üblichen Unterlagen, d.h. Bewerbungsanschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopien) bei e.bongartz@stiftung-schloss- dyck.de oder 02182 824 107.


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