19.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Syrien-Kämpfer

Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Syrien-Kämpfer

Mitgliedschaft in terroristischer Vereinigung

Generalbundesanwalt Harald Range hat vor dem Kammergericht Berlin Anklage gegen zwei Männer wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung erhoben.

Berlin - Dem 35-jährigen Deutschen Fatih K. wird vorgeworfen, nach einer paramilitärischen Ausbildung in Syrien dort an Kampfeinsätzen der Terrororganisation "Junud al-Sham" beteiligt gewesen zu sein, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Der 27-jährige Türke Fatih I., der sich ebenfalls zu Kampfeinsätzen habe ausbilden lassen, habe der "Junud al-Sham" zudem 30.000 Euro zukommen lassen.

Laut Bundesanwaltschaft verfolgt die terroristische "Junud al-Sham" das Ziel, in Syrien einen auf islamischem Recht basierenden Gottesstaat zu errichten. Die Gruppe verfüge über mehrere hundert Kämpfer und wolle ihre Ziele mit militärischem Vorgehen durchzusetzen.

Der Anklage zufolge soll sich Fatih K. nicht nur an Kampfeinsätzen der Terrororganisation beteiligt haben. Er habe als Kameramann auch Propagandafilme über die Kämpfe gedreht. Fatih I. ist zudem wegen Betrugs angeklagt. Von den rund 30.000 Euro, die er der "Junud al-Sham" zukommen ließ, soll er 25.000 Euro betrügerisch von einer Bank in Deutschland erschwindelt haben.

(xity, AFP)


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