23.08.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Bündnis kritisiert Bundesregierung für Stillstand beim Tabakwerbeverbot

Bündnis kritisiert Bundesregierung für Stillstand beim Tabakwerbeverbot

Schutz von Kindern und Jugendlichen müsse ernst genommen werden

Mehrere Gesundheits- und Kinderrechtsorganisationen werfen der Bundesregierung die Verschleppung eines umfassenden Tabakwerbeverbots vor.

Berlin - Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor der Tabakindustrie müsse endlich ernst genommen werden, erklärte das an dem Appell beteiligte Deutsche Kinderhilfswerk anlässlich des Weltnichtrauchertags am Freitag mit.

Das Bündnis verwies auf eine Ankündigung der zuständigen Unionsabgeordneten Gitta Connemann (CDU) vor mehreren Monaten, wonach die Tabakrahmenkonvention der Weltgesundheitsorganisation vollständig umgesetzt werde. Jedoch liege bis heute immer noch kein Gesetzesentwurf zum Verbot von Tabakaußenwerbung vor.

Ein Verbot der Außenreklame sei unumgänglich, weil Tabakwerbung und Werbung für E-Zigaretten "für Jugendliche, aber auch bereits für Kinder ansprechend" sei, erklärte der Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks, Holger Hofmann. Zu dem Bündnis gehören unter anderem auch das Deutsches Krebsforschungszentrum und die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie.

Ein umfassendes Verbot der Plakatwerbung für Tabakwaren war in der vergangenen Legislaturperiode am Widerstand der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag gescheitert. Eine neue Festlegung auf ein Verbot ließ die Unionsfraktionsspitze aus einem Entwurf des Koalitionsvertrags für die aktuelle Legislaturperiode streichen.

(xity, AFP)


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