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"Briefe an Milena" im Anschluss an den "Prozess"

Lesung mit Moritz Peters und Floriane Kleinpaß

Zuschauer, die am Samstag, 8. März 2014, Franz Kafkas "Der Prozess" im Grillo-Theater besuchen, sollten sich im Anschluss an diese Aufführung noch etwas Zeit nehmen.

Essen - Ab ca. 21:30 Uhr werden der Regisseur Moritz Peters, der auch die in Essen zur Aufführung kommende Bühnenfassung erarbeitet hat, und die Schauspielerin Floriane Kleinpaß im Café Central Auszüge aus dem Briefwechsel von Franz Kafka und Milena Jesenská sowie aus den Briefen von Milena Jesenská an Max Brod, den Herausgeber von Kafkas Werken, lesen.
Berühmt wurde die tschechische Journalistin und Übersetzerin Milena Jesenská – sie übersetzte 1919 mit Kafkas Erlaubnis seine Erzählung "Der Heizer“ sowie weitere seiner Prosatexte vom Deutschen ins Tschechische – vor allem durch die "Briefe an Milena“. Zu Beginn des Jahres 1920 hatte Kafka sie kennen gelernt. Aus dieser hauptsächlich aus brieflichen Kontakten und wenigen Begegnungen bestehenden Beziehung resultiert ein umfangreicher Briefwechsel, ein "erschütternder Liebesroman, eine Orgie an Verzweiflung, Seeligkeit, Selbstzerfleischung und Selbsterniedrigung“, so Willy Haas. Kafka beendete schließlich die Beziehung im November 1920, worauf auch der Briefwechsel abrupt abbrach. Der freundschaftliche Kontakt riss allerdings bis zu Kafkas Tod nicht ab: Zwei Jahre später wurden wiederum einige vereinzelte Briefe gewechselt, und am Ende seines Lebens übergab Kafka ihr einige seiner Tagebücher.

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