16.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Brandenburger AfD will rechten Nachrücker verhindern

Brandenburger AfD will rechten Nachrücker verhindern

Jungpolitiker Hein soll Landtagsmandat doch antreten

Der Brandenburger AfD-Landesverband will einen Abgeordneten, der zunächst zum Mandatsverzicht gedrängt worden war, nun doch in den Landtag holen, um seinen offenbar rechtsextremen Nachfolger zu verhindern.

Potsdam - AfD-Landeschef Alexander Gauland habe entsprechende Überlegungen bestätigt, berichtete der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Ziel ist demnach, den 39-jährigen Nachrücker Jan-Ulrich Weiß am Einzug in den Landtag zu hindern. Weiß soll im sozialen Netzwerk Facebook antisemitische Inhalte veröffentlicht haben, die mittlerweile gelöscht wurden.

Stattdessen soll dem Bericht zufolge nun der ursprüngliche Mandatsinhaber Stefan Hein gebeten werden, sein Amt doch anzutreten. Der mit 30 Jahren jüngste märkische AfD-Abgeordnete hatte einer AfD-Erklärung zufolge "aus persönlichen Gründen" auf sein Mandat verzichtet. Hein hatte das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" mit Interna über die rechtsgerichtete Vergangenheit einzelner AfD-Abgeordneter versorgt und war deshalb zum Rücktritt gedrängt worden.

Sollte Hein sein Mandat annehmen, gäbe dies laut RBB der AfD Zeit, Weiß aus der Partei auszuschließen. Ohne Parteibuch käme Weiß laut Landeswahgesetz nicht mehr als Nachrücker infrage.

(xity, AFP)


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