Brand in Düsseldorfer Notschlafstelle ausgebrochen

Feuerwehr rettet 13 Menschen aus Hotel

Bei einem ausgedehnten Zimmerbrand im vierten Obergeschoss eines Hotels, welches aktuell als Notschlafstelle genutzt wird, kam es am Mittwoch, 28. April 2021, zu einer massiven Rauchentwicklung.

Düsseldorf - Über die Notrufnummer 112 erhielt die Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf am späten Mittwochnachmittag die Meldungen über einen Brand in einem Hotel, das aktuell als Notschlafstelle von der Stadt angemietet ist. Sofort entsendete der Leitstellendisponent mehrere Feuerwehr- und Rettungsdiensteinheiten zum Brandort. Bereits auf der Anfahrt war die Rauchentwicklung am Himmel weithin sichtbar.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte ein Zimmer im vierten Obergeschoss bereits lichterloh und die Flammen drohten auf die darüber liegende Etage überzugreifen. Sofort entsendete der Einsatzleiter mehrere Atemschutztrupps in das Gebäude, da anfangs unklar war, ob sich noch Menschen dort aufhielten. Der Brandrauch hatte sich zwischenzeitlich bis in die dritte Etage nach unten ausgebreitet, sodass vier Etagen durch die Feuerwehrleute abgesucht werden mussten.

Aus dem brennenden Zimmer im vierten Obergeschoss retteten die Einsatzkräfte einen 60-jährigen Mann. Nach einer medizinischen Erstversorgung durch einen Notarzt kam er mit in ein Krankenhaus, es besteht Lebensgefahr. Zwei Bewohner hatte sich auf eine Außentreppe gerettet und konnten dort durch die Besatzung einer Drehleiter in dem einem sicheren Bereich betreut und kurze Zeit später nach unten geführt werden. Die eingesetzten Atemschutztrupps brachten zehn weitere Menschen ins Freie, die sofort von weiteren Notärzten und Notfallsanitätern untersucht wurden. Hier waren keine weiteren Verletzten zu beklagen. Insgesamt rettete die Feuerwehr 13 Bewohner aus dem Gebäude.

Zeitgleich zur Menschenrettung konnten die Flammen im vierten Obergeschoss mit einem Strahlrohr unter Kontrolle und damit eine Ausbreitung auf die fünfte Etage verhindert werden. Die vom Brand betroffene Wohneinheit, bestehend aus vier Zimmern, ist bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar.

Noch während der weiterführenden Kontroll- und Lüftungsmaßnahmen der Feuerwehr organisierten vier hinzugerufene Mitarbeitende des Amtes für Migration und Integration die Unterbringung der betroffenen Bewohner. Der Einsatzleiter der Feuerwehr lobte die gute und kooperative Zusammenarbeit mit den Beteiligten des zuständigen Amtes. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.