19.08.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> BKA schickt nach Flugzeugabsturz Experten in die Ukraine

BKA schickt nach Flugzeugabsturz Experten in die Ukraine

Ermittler sollen Opfer bergen und identifizieren

Das Bundeskriminalamt (BKA) entsendet zwei Experten in die Ukraine, um bei der Bergung und Identifizierung der Opfer des Flugzeugabsturzes im Osten des Landes zu helfen.

Berlin - Sie sollen zusammen mit Experten aus den Niederlanden und anderen Staaten schnellstmöglich ihre Arbeit aufnehmen, wie das BKA mitteilte. In enger Kooperation mit den örtlichen Behörden sollten so die 298 Opfer der mutmaßlich abgeschossenen Passagiermaschine der Malaysia Airlines sicher identifiziert werden, um den Angehörigen Gewissheit zu verschaffen.

Auch die US-Behörde für Verkehrssicherheit (NSTB) kündigte an, einen Ermittler in die Ukraine zu entsenden. Die US-Bundespolizei FBI bereitet sich ebenfalls nach eigenen Angaben darauf vor, die Untersuchungen vor Ort mit mindestens einem ihrer Beamten zu unterstützten. Die französische Regierung erklärte, zwei Experten abzustellen, die sich an der Ermittlung der Absturzursache beteiligen sollen. Zudem bot Paris seine Hilfe bei der Analyse des Flugschreibers an.

Die internationale Polizeiorganisation Interpol teilte ihrerseits mit, auf Bitten der ukrainischen Behörden binnen 48 Stunden ein Expertenteam zur Identifizierung der Opfer zur Unglücksstelle zu schicken. Auch die malaysische Regierung will die von Kiew geleiteten Ermittlungen mit zwei Experten unterstützen. Insgesamt sollen 62 Behördenmitarbeiter und Experten aus Kuala Lumpur nach Kiew reisen.

Das Passagierflugzeug war am Donnerstagnachmittag mit 298 Menschen an Bord im umkämpften Osten der Ukraine abgestürzt, unter ihnen 189 Niederländer, dutzende Malaysier sowie vier Deutsche. Es mehren sich die Hinweise, dass die Boeing mit einer Boden-Luft-Rakete aus dem von den prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiet abgeschossen wurde. Kiew macht daher die Separatisten verantwortlich, diese geben dagegen den ukrainischen Streitkräften die Schuld.

(xity, AFP)


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