BKA-Chef spricht von elf vereitelten Anschlägen in Deutschland

Münch: Bei Terrorabwehr war auch Glück mit im Spiel

Die deutschen Sicherheitsbehörden haben nach Angaben von BKA-Chef Holger Münch seit der Jahrtausendwende rund ein Dutzend geplanter Terroranschläge in Deutschland vereitelt.

Berlin - Momentan seien rund 470 "Gefährder" in Deutschland bekannt, von denen eine Terrorgefahr ausgehe, sagte der Chef des Bundeskriminalamts am Dienstag im Bayerischen Rundfunk. "Die Zahl ist in den letzten Jahren stark gestiegen", fügte er hinzu.

Insgesamt seien in den letzten 15 Jahren elf versuchte Anschläge vereitelt worden. Dabei habe "nicht nur Glück, sondern auch ein gutes Zusammenwirken der Sicherheitsbehörden" eine Rolle gespielt, sagte der BKA-Chef. "Wir hoffen natürlich, dass das Glück dem Tüchtigen auch weiterhin hold bleibt."

Das Risiko eines Anschlags in Deutschland sei weiterhin akut, sagte Münch: "Wir können festhalten, dass Europa und damit euch Deutschland im Zielspektrum des islamistischen Terrorismus steht, damit gehen wir hier ein Deutschland von einem erhöhten Anschlagsrisiko aus." Aktuell gebe es zwar keine konkreten Hinweise auf einen Anschlag, aber "wir sind sehr wachsam."

(xity, AFP)