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Biologische Vielfalt in Stadt und Landschaft

Symposium im Palais Wittgenstein

Unter dem Titel "Schutz der biologischen Vielfalt in Stadt und Landschaft" lädt der Beirat der Unteren Naturschutzbehörde Düsseldorf am Donnerstag, 12. Juli, zum Symposium im Palais Wittgenstein ein.

Düsseldorf - Von 13.00 bis 18.00 Uhr wird es Fachbeiträge und Lösungsansätze rund um das Schwerpunktthema "Insektensterben" geben. Umweltdezernentin Helga Stulgies wird die Veranstaltung eröffnen. Eingeladen wurden Vetreter aus Fachbehörden, den Naturschutzverbänden und den kommunalen politischen Gremien. Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger können nach Anmeldung teilnehmen.

Umweltdezernentin Helga Stulgies: "Der Schutz der biologischen Vielfalt für künftige Generationen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und gilt als wichtige Grundlage für das menschliche Wohlergehen. Düsseldorf kann bereits erste Erfolge nachweisen und entgegen dem allgemeinen Trend eine leichte Zunahme der Artenvielfalt bei mehreren Insekten feststellen. Es freut mich, dass sich das Symposium diesem Zunkunftsthema widmet."

Der Naturschutzbeirat der Stadt Düsseldorf möchte mit dem Symposium zum Gedankenaustausch anregen. Fachvorträge werden Martin Sorg vom Entomologischen Verein Krefeld, Anton Dissemond von der Landwirtschaftskammer NRW und Volkmar Wolters von der Justus-Liebig-Universität zu Gießen halten. Anmeldungen nimmt das Gartenamt telefonisch unter 0211-8994800 oder per E-Mail an gartenamt@duesseldorf.de entgegen.

Insektensterben in Literatur und Wissenschaft
In der Fachwelt ist der Rückgang der Insekten als genereller Trend unbestritten. Neuere Veröffentlichungen zeigen, dass die Masse der Fluginsekten des Offenlandes von 1989 bis 2016 um bis zu 75 Prozent zurückgegangen ist. Als Offenland bezeichnet man Grünflächen, die nicht mit Bäumen oder Sträuchern bewachsen sind und nur wenig gepflegt werden, zum Beispiel Wildwiesen. In der Regel geht der Verlust der Menge an Fluginsekten auch mit einem Rückgang der Arten einher.

Die Ursachen dafür sind sehr vielfältig. In wissenschaftlichen Untersuchungen und Veröffentlichungen zum Thema "Insektensterben" werden verschiedene Ursachen angeführt, deren Anteil am negativen Trend nicht abschließend geklärt ist. Bekannte Ursachen sind zum Beispiel der Verlust von Biotopflächen, der Pestizideinsatz, der Klimawandel sowie der Rückgang von Weidenutzung in der Landwirtschaft und zunehmende Monokulturen.

Düsseldorf leistet Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt
Wichtige Beiträge und Lösungsansätze für den Erhalt der biologischen Vielfalt leistet die Stadt Düsseldorf seit zehn Jahren mit dem Klimabiomonitoring, bei dem die Bestände von Flechten, Pflanzen und diversen Tierordnungen in jedem Jahr untersucht werden. Zusätzlich unterstützt die Stadt Düsseldorf seit einiger Zeit bereits die Schaffung insektenfreundlicher Flächen. Intensiv gepflegte Rasenflächen sind in Wildwiesen umgewandelt worden. Dazu wurde kräuterreiches Wiesensaatgut eingesetzt und Wiesenstauden wie Wiesenwitwenblume und Salbei gepflanzt.

Im Stadtgebiet von Düsseldorf konnte durch die letzten Erhebungen nachgewiesen werden, dass entgegen des Trends die Artenzahlen der Heuschrecken, Libellen und Tagfalter seit dem Jahr 2000 leicht zugenommen haben. Dies kann auch auf die bereits eingeleiteten und vorgenommenen ökologischen Aufwertungen zurückgeführt werden.


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