17.11.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Bewässerung fürs Düsseldorfer Grün

Bewässerung fürs Düsseldorfer Grün

An schwierigen Standorten bracht die Natur Hilfe

Seit Anfang Juli hat das Gartenamt mit zusätzlichen Wässerungen des Düsseldorfer Grüns begonnen.

Düsseldorf - Gewässert werden Bäume an schwierigen Standorten, wie auf Tunneldecken oder Tiefgaragen sowie Jungbäume, die in den letzten Jahren gepflanzt wurden. Besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr erstmals auch auf den Bäumen, die zwischen fünf und zehn Jahre an einem Ort stehen. Da ihre Wurzeln noch nicht so tief ausgebildet sind, können die Gärtner ihnen gut mit Wasser behilflich sein. Insgesamt werden auf einer Fläche von rund 22.000 Quadratmeter über 3.000 Bäume, Sträucher oder Stauden mit Wasser versorgt.

Mehrere Fahrzeuge des Gartenamtes sind mit Tanks ausgerüstet und werden nach und nach alle Stadtteile anfahren. An anderen Stellen pumpen die Gärtner das kostbare Nass direkt aus Hydranten oder Brunnen an die Wurzeln. Zusätzlich hat das Gartenamt Firmen des Garten- und Landschaftsbaus sowie die Awista beauftragt. Ab nächster Woche unterstützen Feuerwehr und Stadtentwässerungsbetrieb das Gartenamt mit ihren Fahrzeugen. Ende August wird dann beurteilt, ob die zusätzlichen Bewässerungsgänge fortgeführt werden müssen.

Auch einzelne kurze Schauer reichen nicht aus, dass sich die Natur erholen kann. Damit der Regen seinen Weg bis in die tieferen Bodenschichten findet - dort, wo die Bäume das Wasser mit ihren Wurzeln aufnehmen können - müsste es mehrere Wochen durchregnen. Zwar werden die Bäume durch die derzeitige Trockenheit und die hohen Temperaturen noch nicht akut bedroht. Doch wenn dieser Witterungszustand andauert, kann es für viele Bäume zunehmend bedrohlich werden. Schon jetzt ist jeder Tropfen Wasser wertvoll.

Zusätzlich nimmt die Bildung von Trocken- und Totholz in den Baumkronen zu, was einen erhöhten Aufwand in der Verkehrssicherung bedeutet. Schwere belaubte Äste können aufgrund der Trockenheit unter ihrer eigenen Last abbrechen. Das Gartenamt kontrolliert kontinuierlich auf Folgeschäden und Vitalitätseinbußen.

Selbst auf natürlichen, offenen und unversiegelten Standorten, wie im Düsseldorfer Stadtwald, sind die Auswirkungen deutlich sichtbar, da die tieferen Bodenschichten zu trocken sind.


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