Bewährungsstrafe für Pater des Klosters Ettal

Angeklagter hatte im Missbrauchs-Prozess gestanden

Ein wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagter Pater des oberbayerischen Klosters Ettal ist zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden.

München - Das Landgericht München II verurteilte ihn zudem dazu, eine ambulante Sexualtherapie aufzunehmen. Als strafmildernd wertete das Gericht unter anderem das umfassende Geständnis des Mannes.

Das Urteil lag laut Gerichtsangaben im Rahmen einer Verständigung zwischen den Prozessbeteiligten. Das Gericht hatte dem angeklagten Jürgen R. bei einem Geständnis eine Strafe zwischen einem Jahr und neun Monaten sowie zwei Jahren auf Bewährung in Aussicht gestellt. Als strafmildernd werteten die Richter nach Gerichtsangaben bei ihrem Urteil auch, dass die Geschädigten angaben, keine nachhaltigen physischen oder psychischen Beeinträchtigungen erlitten zu haben.

Das Kloster Ettal war mit dem Aufkommen des Missbrauchskandals der katholischen Kirche im Januar 2010 in die Kritik geraten. Ein externer Sonderermittler fand heraus, dass dort über Jahrzehnte Kinder körperlich misshandelt und zum Teil auch sexuell missbraucht wurden.

(xity, AFP)