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Berlins Polizei bestätigt sechs Festnahmen nach Bericht zu verhindertem Anschlag

"Welt": Angriff auf Berliner Halbmarathon vereitelt

Nach einem Bericht über einen verhinderten Anschlag auf den Berliner Halbmarathon hat die Polizei sechs Festnahmen bestätigt. Bei gemeinsamen Durchsuchungen des Staatsschutzes und der Generalstaatsanwaltschaft seien sechs Menschen festgenommen worden.

Nach einem Bericht über einen verhinderten Anschlag auf den Berliner Halbmarathon hat die Polizei sechs Festnahmen bestätigt. Bei gemeinsamen Durchsuchungen des Staatsschutzes und der Berliner Generalstaatsanwaltschaft im Stadtgebiet seien sechs Menschen festgenommen worden, teilte die Polizei am Sonntagnachmittag im Onlinedienst Twitter mit.

Die "Welt" hatte zuvor berichtet, Spezialkräfte hätten vier Männer festgenommen, darunter als Hauptverdächtigen einen Mann aus dem privaten Umfeld des Weihnachtsmarktattentäters Anis Amri. Der Hauptverdächtige soll demnach geplant haben, mit Messern Zuschauer und Teilnehmer der Sportveranstaltung zu töten. Er habe damit den Tod von Amri rächen wollen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Die Polizei stellte in ihrer Twitter-Mitteilung zwar zunächst keinen direkten Zusammenhang zum "Welt"-Bericht her; ein Polizeisprecher bestätigte der Nachrichtenagentur AFP aber diesen Zusammenhang.

Laut "Welt" soll der Hauptverdächtige für seine geplante Bluttat zwei extra scharf geschliffene Messer besessen haben. Eine konkrete Gefahr bestand demnach aber nicht: Der Mann habe unter Beobachtung der Sicherheitskräfte gestanden. An dem Halbmarathon nahmen am Sonntagvormittag nach Angaben der Organisatoren rund 36.000 Sportler teil.

In der Wohnung eines mutmaßlichen Komplizen des am Sonntag von den Einsatzkräften überwältigten Hauptverdächtigen hätten auf Sprengstoff trainierte Hunde im Keller angeschlagen, berichtete die Zeitung weiter. Eine der durchsuchten Wohnungen im Berliner Westen soll laut "Welt" auch nach dem Anschlag mit einem Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016 durchsucht worden sein.

Damals hatte Amri zwölf Menschen getötet und fast 70 weitere verletzt. Auf der Flucht wurde der Tunesier einige Tage später in Italien von der Polizei erschossen.

© 2018 AFP


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