11.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Berlin und Peking wollen Kontakte intensivieren

Berlin und Peking wollen Kontakte intensivieren

Xi und Merkel unterzeichnen Wirtschaftsabkommen

Deutschland und China wollen sich künftig verstärkt über Konflikte austauschen.

Berlin - In einer beim Besuch von Chinas Staatspräsident Xi Jinping in Berlin beschlossenen Erklärung kündigten beide Staaten an, "sich zu regionalen und internationalen Fragen wie der Lage in der Ukraine, in Afghanistan und Syrien" regelmäßig intensiv auszutauschen. Ziel der vertieften strategischen Zusammenarbeit in Außenpolitik und Sicherheit sei es, das "Engagement zur Lösung regionaler und globaler Konflikte zu verstärken".

Xi besuchte erstmals seit seinem Amtsantritt vor rund einem Jahr Deutschland, es ist der erste Besuch eines chinesischen Präsidenten seit acht Jahren. Am Nachmittag traf er nach einem Besuch bei Bundespräsident Joachim Gauck mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt zusammen. Am Rande der Begegnung wurden insgesamt 18 politische und wirtschaftliche Vereinbarungen unterzeichnet. Unter anderem verständigten sich beide Seiten auf ein Doppelbesteuerungsabkommen und die Einrichtung gemeinsamer Zentren zu den Themenbereichen Landwirtschaft und Wassersauberkeit. In Düsseldorf soll ein neues chinesisches Generalkonsulat entstehen.

In Frankfurt am Main soll künftig die erste Handelsstelle für die chinesische Währung Renminbi auf dem EU-Festland geschaffen werden. Die Übereinkunft, die die Deutsche Börse und die Bank of China in Berlin trafen, soll deutschen Unternehmen künftig den Handel mit chinesischen Partnern erleichtern und Kapitalgeschäfte in der nicht frei handelbaren Währung erlauben.

Zudem vereinbarten mehrere deutsche und chinesische Unternehmen verschiedener Branchen eine engere Zusammenarbeit: Der Autobauer Daimler will seine Produktionskapazitäten in Peking ausweiten, Volkswagen entwickelt mit chinesischen Partnern Fahrzeuge mit Alternativ-Antrieben. Der Chemiekonzern Bayer unterzeichnete eine Absichtserklärung über die Erweiterung seines Werks für Produkte für die medizinische Versorgung.

In der in Berlin beschlossenen Erklärung sagte Deutschland China auch Unterstützung bei den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Reformen zu, betont wird darin die Notwendigkeit einer "nachhaltigen und gesunden Entwicklung". Die seit 2010 regelmäßig abgehaltenen Regierungskonsultationen sollen in der zweiten Jahreshälfte bei einem Treffen in Deutschland fortgesetzt werden. Beschlossen ist auch, dass China im kommenden Jahr Gastland der Computermesse Cebit wird.

(xity, AFP)


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