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Berlin macht Weg für nächtliches WM-Public-Viewing frei

Letztes Wort für Lärmschutz-Ausnahmen aber bei Kommunen

Die Bundesregierung hat den Weg für nächtliches Public Viewing bei der Fußball-Weltmeisterschaft frei gemacht.

Berlin - Für die vom 12. Juni bis 13. Juli dauernde WM in Brasilien genehmigte das Kabinett eine vom Bundesumweltministerium vorgelegte Verordnung, die Ausnahmen von den geltenden Lärmschutz-Regeln ermöglicht. Die letzte Entscheidung über die nächtlichen Fußball-Feten liegt bei den jeweiligen Kommunen.

Wegen des Zeitunterschieds zu Deutschland finden viele Spiele der WM zu nächtlicher Stunde statt. Viele Spiele beginnen erst um Mitternacht deutscher Zeit, ein Spiel sogar erst um drei Uhr nachts. Die deutsche Nationalmannschaft ist von den späten Anstoßzeiten in der Vorrunde nicht betroffen, ihre Spiele beginnen um 18.00 Uhr und um 21.00 Uhr. Ab dem Viertelfinale drohen aber auch Deutschland für die hiesigen Zuschauer späte Anstoßzeiten um 22.00 Uhr.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erklärte, "das gemeinschaftliche Fußballgucken unter freiem Himmel gehört zu einer Fußball-Weltmeisterschaft einfach dazu". Sie verwies darauf, dass ihre Verordnung auch einen Mindestschutz für Anwohner vorsehe. Die Kommunen sollten im Einzelfall abwägen zwischen dem herausragenden öffentlichen Interesse an den Fußballspielen und dem Schutz der Nachtruhe. Dabei spielten unter anderem die Bedeutung des Spiels für den Turnierverlauf, die Abstände zu Wohnbebauung und schutzbedürftigen Einrichtungen sowie Maßnahmen zur Lärmminderung eine Rolle.

Schon bei den Weltmeisterschaften 2006 und 2010 und der Europameisterschaft 2008 gab es Ausnahmeregelungen für das Public Viewing.

(xity, AFP)


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