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Berlin: Lage syrischer Kinder ist dramatisch

Müller: Dürfen auch weiterhin nicht wegschauen

Vier Jahre nach Beginn des Syrien-Konflikts haben das Bundesentwicklungsministerium und das UN-Kinderhilfswerk Unicef auf die anhaltend dramatische Situation der Menschen und vor allem der Flüchtlingskinder hingewiesen.

Berlin - "Wir dürfen bei der Syrienkrise auch weiterhin nicht wegschauen", erklärte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in einer gemeinsamen Mitteilung mit Unicef Deutschland zum vierten Jahrestag des Beginns des Konflikts.

"In dieser Tragödie sind mehr als sieben Millionen Kinder in Syrien und den Nachbarländern betroffen", erklärte Müller. Sie seien "die unschuldigen Leidtragenden dieses Krieges und benötigen unsere Hilfe". Diese Kinder und Jugendlichen dürften "nicht zu einer verlorenen Generation werden".

"Seit vier Jahren trifft dieser grausame Konflikt die Kinder mit voller Wucht", betonte Unicef-Deutschland-Chef Christian Schneider. "Die jüngeren von ihnen kennen nichts anderes als Gewalt, Vertreibung und Flucht", betonte er. Zwei Millionen syrische Flüchtlingskinder in den Nachbarländern benötigten nachhaltig Unterstützung.

Der Syrien-Konflikt hatte Mitte März 2011 mit Protesten gegen die Staatsführung begonnen und sich rasch zu einem Bürgerkrieg ausgeweitet. Seither wurden rund 220.000 Menschen getötet und Millionen Zivilisten in die Flucht getrieben. Nach offiziellen Angaben kamen auch mindestens 10.000 Kinder ums Leben. Laut Unicef ist Deutschland nach den USA der zweitgrößte Geber des Kinderhilfswerks in der Syrienkrise.

(xity, AFP)


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