Berlin kündigt erste Lockerungen von Corona-Maßnahmen für 17. Mai an

Regierender Bürgermeister Müller: "Licht am Ende des Tunnels"

Berlin will ab dem 17. Mai mit ersten Lockerungen der Corona-Einschränkungen beginnen.

Berlin - "Insgesamt, obwohl wir noch nicht über den Berg sind, ist es eine Situation, wo man wirklich Licht am Ende des Tunnels sieht", sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag. Nachdem die Inzidenzzahlen in Berlin zu Beginn der Woche wieder knapp über 100 lagen, sieht der Berliner Senat aktuell einen Abwärtstrend. "Wir gehen davon aus, dass es auch so weitergehen wird", sagte Müller.

Ab dem 17. Mai sollen zunächst Kindertagesstätten in einen eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren. Kinder sollen dann unabhängig von der Systemrelevanz der Berufe ihrer Eltern wieder in die Kindergärten gehen dürfen. Müller appellierte aber an die Eltern, den Betreuungsumfang möglichst zu reduzieren.

Ab dem 19. Mai würden bei einer Inzidenz von unter 100 außerdem die Maßnahmen der Bundesnotbremse nicht länger greifen. Daraus folgen deutliche Erleichterungen, sagte Müller. Die nächtliche Ausgangssperren fielen weg, und auch im Bereich des Sports solle mehr ermöglicht werden.

So sollen Kinder bis zum Alter von 14 Jahren wieder Sport in Gruppen von bis zu 20 Menschen treiben dürfen. Auch Menschen über 14 Jahren sollen ab dem 21. Mai wieder Sport in einer Gruppe von bis zu zehn Menschen treiben dürfen. Strand- und Freibäder sollen außerdem mit entsprechenden Hygienekonzepten weider öffnen dürfen.

Zu Pfingsten soll ab dem 21. Mai außerdem die Außengastronomie wieder öffnen. Der Besuch sei mit entsprechenden Hygienekonzepten und einem negativen Testnachweis oder einer Impfbestätigung möglich, sagte Müller.

Geschäfte mit einer Fläche von bis zu 800 Quadratmetern dürften dann einen Kunden pro zehn Quadratmeter Ladenfläche eintreten lassen, für größere Geschäfte gilt die Regelung von 20 Quadratmeter pro Kunde.

Der Regierende Bürgermeister warnte angesichts der sinkenden Inzidenzzahlen vor Sorglosigkeit. "Es wäre wirklich eine schlimme Situation, wenn wir durch unbesonnenes Verhalten sehr schnell wieder in eine Situation kommen, wo die Inzidenzen steigen", sagte er. Eine Inzidenz von rund 100 sei eine "Krisenzahl". "Alles gut ist erst bei zehn oder noch darunter", sagte Müller.

(xity, AFP)