10.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Berlin bereitet sich offenbar auf Pleite Athens vor

Berlin bereitet sich offenbar auf Pleite Athens vor

"Bild": Planungen für den Fall der Zahlungsunfähigkeit

Die Bundesregierung bereitet sich laut einem Zeitungsbericht auf die Möglichkeit einer Staatspleite Griechenlands vor.

Berlin - Es gebe konkrete Beratungen, was im Falle einer Pleite Athens zu tun sei, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen. Demnach sei unter anderem im Gespräch, bei einer Staatspleite Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland einzuführen. Außerdem werde ein Schuldenschnitt für das Euro-Land diskutiert.

Regierungsbeamte stünden darüber in einem engen Austausch auch mit Mitarbeitern der Europäischen Zentralbank (EZB), schrieb die Zeitung. Einen konkreten Plan, wie im Falle einer griechischen Staatspleite zu reagieren sei, habe die Bundesregierung allerdings nicht, hieß es demnach. Vieles müsse ad-hoc entschieden werden. "Auch die Kanzlerin weiß jetzt, dass die Zeit nicht mehr reichen wird", um Griechenland bis zum 30. Juni zu retten, sagte laut "Bild" ein hochrangiger Diplomat.

Das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland verhandelt seit Monaten mit seinen internationalen Kreditgebern über die Bedingungen, zu denen zurückgehaltene Hilfsgelder von 7,2 Milliarden Euro ausgezahlt werden sollen. Die Zeit ist nun knapp, weil das Hilfsprogramm für Athen Ende Juni ausläuft. Die EU gab der Athener Regierung am Donnerstag noch eine Woche, um mit den Gläubigern zu einer Einigung im Schuldenstreit zu kommen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte mehr Tempo: "Es zählt jetzt jeder Tag."

(xity, AFP)


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