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Bericht: Inanspruchnahme von Tagespflege hat sich in vier Jahren verdoppelt

AOK fordert neue rechtliche Regelung zur Vermeidung von Missbrauch

Die Inanspruchnahme von Tages- und Nachtpflege im Rahmen der Pflegeversicherung hat sich einem Bericht zufolge binnen vier Jahren von 314 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 676 Millionen Euro im Jahr 2017 mehr als verdoppelt.

Berlin - Das berichtete die "Rheinische Post" am Samstag unter Berufung auf Daten der Pflegestatistik. Die höhere Nutzung der Tagespflege ist durch neue gesetzliche Regelungen entstanden.

Der Chef des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, sagte der Zeitung, die steigenden Ausgaben für Tagespflege seien der Ausdruck dafür, dass die Leistungserbringer auch die entsprechenden Angebote entwickelt hätten und die Menschen sie annähmen. "Alles in allem also eine gute Botschaft", sagte Litsch.

Der AOK-Chef fürchtet aber auch Missbrauch: "Leider beobachten wir, dass sich immer mehr Versorgungsformen entwickeln, die diese politische Absicht unterlaufen und unter dem Deckmantel der ambulanten Versorgung Leistungen anbieten, die denen einer vollstationären Versorgung entsprechen." Diese Modelle erfüllten dann aber nicht die Pflichten stationärer Einrichtungen, beispielsweise "bei der Qualitätssicherung, beim Brandschutz oder bei der Hygiene".

Der AOK-Chef fordert eine Gesetzesänderung, um Missbrauch zu verhindern: "Das Pflegeversicherungsrecht sollte sich dahingehend verändern, dass zukünftig für gleiche Versorgungsrealitäten auch gleiche Qualitätsstandards und Leistungsansprüche gelten."

(xity, AFP)


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