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Bericht: AKK lädt Merkel nicht zu Treffen mit engster CDU-Führung ein

Parteichefin weist Spekulationen über Streit mit der Kanzlerin zurück

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer will laut einem Zeitungsbericht wichtige Weichenstellungen ihrer Partei ohne Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem kleinen Kreis von Spitzenpolitikern vorbereiten.

Berlin - Die Parteivorsitzende habe dazu ihre vier Stellvertreter Thomas Strobl, Julia Klöckner, Armin Laschet und Volker Bouffier sowie Generalsekretär Paul Ziemiak für Sonntagabend in die Parteizentrale gebeten, berichtet die "Welt am Sonntag". Der Termin war bisher öffentlich nicht bekannt.

Eine CDU-Sprecherin wollte sich gegenüber der "WamS" nicht dazu äußern, da es sich um "Interna" handele. Die regulären CDU-Führungsgremien, zu denen auch Ex-Parteichefin Merkel gehört, treffen sich erst am Montag. In den Sitzungen von Präsidium und Vorstand wird es diesmal um den Leitantrag für den Parteitag im November sowie um ein neues Kommunikationskonzept der CDU gehen.

Die "WamS" hob hervor, zuletzt habe es vermehrt Differenzen in der Parteiführung gegeben, etwa wegen eines "Diskussionspapiers" zur Klimapolitik von Strobl und dem niedersächsischen Landesvorsitzenden Bernd Althusmann. Zu Irritationen führte dem Bericht zufolge auch, dass Kramp-Karrenbauer vergangene Woche zu ihrem Antrittsbesuch als Bundesverteidigungsministerin in den USA nicht im Flugzeug der Kanzlerin mitreisen durfte, die zeitgleich zum UN-Klimagipfel in New York flog.

Kramp-Karrenbauer musste für ihren Besuch bei US-Verteidigungsminister Mark Esper kurzfristig auf einen Truppentransporter der Bundeswehr ausweichen. Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer rechtfertigte dies mit organisatorischen Notwendigkeiten. Der "Spiegel" hatte berichtet, dass die Verteidigungsministerin separat geflogen sei, weil sie bei einem Mitflug in der Kanzlerinnenmaschine ihre Delegation hätte reduzieren müssen.

In der "Bild am Sonntag" wies Kramp-Karrenbauer nun Spekulationen über einen Streit zwischen ihr und Merkel zurück. "Für alle zum Mitschreiben: Es gibt kein Zerwürfnis zwischen Angela Merkel und mir", sagte die Verteidigungsministerin der Zeitung. Sie finde die Debatte über diese Reise "absolut befremdlich".

"Das war mein Antrittsbesuch bei meinem amerikanischen Kollegen, und da war es mir wichtig, dass der Termin stattfindet", sagte Kramp-Karrenbauer. "Die geplante gemeinsame Reise, so wie das Verteidigungsministerium sie vorgeschlagen hat, ist nicht zustande gekommen. Wir haben zum Glück einen Ersatz gefunden, damit ist für mich die Sache erledigt." Sie sei über die Ausladung aus Merkels Maschine auch nicht gekränkt.

(xity, AFP)


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