10.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Bericht: US-Dienste lassen Zusammenarbeit mit BND prüfen

Bericht: US-Dienste lassen Zusammenarbeit mit BND prüfen

Clapper sieht angeblich US-Interessen gefährdet

US-Geheimdienstdirektor James Clapper will einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge die weitere Zusammenarbeit mit dem BND prüfen lassen.

Berlin - In einer als "Geheim" eingestuften Weisung beklage Clapper, dass geheime US-Dokumente aus dem deutschen Untersuchungsausschuss kontinuierlich an die Medien weitergegeben würden, berichtet die "Bild"-Zeitung. Dies schade den Interessen der USA. Auf die Deutschen sei beim Schutz eingestufter Dokumente kein Verlass mehr.

Solange dies so sei, sollten die US-Dienste überprüfen, wo die Zusammenarbeit eingeschränkt oder ganz eingestellt werden könne. Clapper nannte dem Bericht zufolge auch die Option, Überwachungsmaßnahmen an andere befreundete Dienste zu übertragen. Es seien bereits gemeinsame Projekte und geplante Kooperationen mit dem BND gestoppt worden.

Zu der Frage, ob das Bundeskanzleramt dem Bundestag die sogenannte Selektorenliste zu Spionage-Suchbegriffen von NSA und BND zur Verfügung stellen darf, sagte ein US-Geheimdienstmitarbeiter dem Blatt: "Was die deutsche Regierung da veranstaltet, ist gefährlicher als die Snowden-Enthüllungen". Der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hatte die Spähaktivitäten des US-Geheimdienstes NSA öffentlich gemacht. Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA sagte der "Bild" mit Blick auf den Untersuchungsausschuss und eine mögliche Reaktion aus Washington zur Selektorenliste, es handle sich um "eine innere Angelegenheit Deutschlands".

(xity, AFP)


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