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Bericht: Streit über politischen Nachlass Kohls

Altkanzler soll Handarchiv aus Stiftung geholt haben

Um den politische Nachlass von Altkanzler Helmut Kohl (CDU) bahnt sich einem "Spiegel"-Bericht zufolge ein Streit zwischen der CDU und dem Ehepaar Kohl an.

Berlin - Kohl habe bereits Ende 2010 sein privates Handarchiv, das er kurz nach seiner Abwahl im Jahr 1998 dem Archiv der Konrad-Adenauer-Stiftung übergeben hatte, in sein Privathaus nach Oggersheim bringen lassen, berichtet das Nachrichtenmagazin. Der Ehrenvorsitzende der Stiftung, Bernhard Vogel, forderte demnach Kohl und seine Frau auf, die Akten der Stiftung zurückzugeben.

"Natürlich ist Helmut Kohl mehr als eine Privatperson. Deshalb hat auch die Öffentlichkeit einen Anspruch auf seinen politischen Nachlass", sagte der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen laut "Spiegel". Dieser wäre "sicherlich am besten" im Archiv der Adenauer-Stiftung aufgehoben. Hintergrund ist dem Magazin zufolge die in der CDU verbreitete Sorge, dass sich Maike Kohl-Richter zur alleinigen Herrin des politischen Erbes Kohls erklärt.

Die Akten enthalten laut dem Bericht unter anderem zahlreiche Redeentwürfe nebst Korrekturen des Altkanzlers, aber auch Briefe internationaler Staatsmänner. Offiziell sei der Stiftung mitgeteilt worden, Kohl benötige die rund 400 Aktenordner für die Abfassung des vierten Bandes seiner Memoiren. In der CDU werde allerdings bezweifelt, dass der kranke Altkanzler die Kraft finde, seine Erinnerungen zu vollenden.

(xity, AFP)


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