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Bericht: Mieten steigen deutlich schneller als Löhne

Grünen-Abgeordneter Kühn: Mieten sind Löhnen längst davongelaufen

Die Mieten für neue Mietverträge steigen wesentlich schneller als die Löhne. Die Nominaleinkommen stiegen im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr bundesweit um 2,5 Prozent, wie die "Welt am Sonntag" aus einer Grünen-Anfrage an die Regierung berichtete.

Die Mieten für neue Mietverträge steigen wesentlich schneller als die Löhne. Die Nominaleinkommen stiegen im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr bundesweit um 2,5 Prozent, wie die "Welt am Sonntag" aus einer Grünen-Anfrage an die Bundesregierung berichtete. Die Mieten bei Erst- und Wiedervermietung verteuerten sich demnach im gleichen Zeitraum um 4,5 Prozent.

Im Jahr 2018 beschleunigte sich diese Entwicklung noch einmal. Im ersten Quartal stieg der Nominallohnindex dem Bericht zufolge um 2,7 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres, während die Neuvertragsmieten durchschnittlich um 5,5 Prozent zulegten. Im dritten Quartal lag das Verhältnis dann bei 3,6 bei Löhnen zu 5,1 Prozent bei Mieten. Lohndaten für das vierte Quartal liegen noch nicht vor.

Die Auswertung basiert dem Bericht zufolge auf Angebotsmietpreisen, die das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung (BBSR) ermittelt hat, sowie auf Veränderungsraten der Bruttomonatsverdienste, die das Statistische Bundesamt erfasst.

"Die Mieten in Deutschland sind den Löhnen längst davongelaufen", sagte der Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, Chris Kühn, der "Welt am Sonntag". "Unsinnige Maßnahmen wie das Baukindergeld werden das Problem nicht lösen." Er forderte eine bessere Regulierung: "Um die explodierenden Mieten endlich in den Griff zu bekommen, brauchen wir eine Mietpreisbremse, die funktioniert."

In einigen Bundesländern wird die Mietpreisbremse im kommenden Jahr allerdings wieder auslaufen. Deshalb müsse das Instrument, das die Länder per Verordnung einsetzen können, "auf mindestens zehn Jahre verlängert werden", forderte der Grünen-Abgeordnete.

© 2019 AFP


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