Bericht: Bundesregierung will Atommüll-Zwischenlager besser schützen

Offenbar Befürchtungen wegen Gefahren durch extremistische Innentäter

Die Bundesregierung will einem Bericht zufolge Atommüll-Zwischenlager besser gegen mögliche extremistische Attacken schützen.

Berlin - Das berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland am Donnerstag unter Berufung auf Informationen aus der Abteilung für Strahlenschutz im Bundesumweltministerium. Ziel sei es, "der Entwendung von radioaktiven Stoffen durch einen möglichen Innentäter entgegenzuwirken", hieß es.

Vorgesehen sei ein geheimes Regelwerk, das im Herbst dem Fachausschuss Strahlenschutz des Länderausschusses für Atomkernenergie (LAA) vorgelegt werden solle, hieß es weiter. Im LAA kommen regelmäßig die für die Atomaufsicht zuständigen Behördenleiter aus Bund und Ländern zusammen. Auch bisherige Regelwerke zur Sicherheit von Atomanlagen wurden normalerweise als "Verschlusssache - Nur für den Dienstgebrauch" eingestuft, um möglichen Gefährdern keine zusätzlichen Informationen zu liefern.

Betroffen wären dem Bericht zufolge besonders die zentralen Atommüll-Zwischenlager im nordrhein-westfälischen Ahaus, im niedersächsischen Gorleben und in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern. In Ahaus lagern demnach derzeit 329 Behälter mit Atommüll, in Gorleben 113 und in Lubmin 74.

(xity, AFP)