22.04.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Bergung des Höhlenforschers kommt langsam voran

Bergung des Höhlenforschers kommt langsam voran

Rettungsteam und Patient legen Pause ein

Nach tagelangen Vorbereitungen hat der Abtransport des in der Riesending-Schachthöhle verunglückten Forschers begonnen.

Berchtesgarden - Stück für Stück nach oben: Die Bergung des in der Riesending-Schachthöhle verunglückten Forschers hat langsame Fortschritte gemacht. Elf Stunden lang transportierte eine Gruppe von 15 italienischen Höhlenrettern den Mann in der Nacht auf einer Trage in Richtung Ausgang, ehe sie mit ihrem Patienten an einem Ruheplatz Pause machte, wie die bayerische Bergwacht mitteilte. Der Zustand des 52-Jährigen sei stabil. Er habe Appetit und ließ Grüße an seine Familie ausrichten.

Den Angaben zufolge betreute zunächst ein österreichischer Arzt den Patienten, gegen Mitternacht übernahm dann der deutsche Arzt, der gestern in die Höhle eingestiegen war. Derzeit befinden sich laut Bergwacht etwa 60 Retter in der Höhle. Weitere 16 italienische Höhlenretter sollten das aktuelle Team ablösen und den weiteren Transport bewerkstelligen. Die Infrastruktur der schwer zugänglichen Höhle wurde verbessert: Biwakplätze wurden ausgebaut, die Telefonleitung nach unten verlängert.

Der Mann harrt seit vergangenem Sonntag in der extrem schwer zugänglichen Höhle unter dem Untersberg an der Grenze zu Österreich aus. Er erlitt bei einem Steinschlag ein Schäden-Hirn-Trauma. Die Rettung dürfte noch mehrere Tage dauern.

Die Riesending-Schachthöhle ist Deutschland längste und tiefste Höhle. Sie besteht aus engen Gängen, über hunderte Meter fast senkrecht abfallenden Kaminen, unterirdischen Wasserläufen und unwegsamen Canyons, die sich über eine Länge von 19 Kilometern erstrecken.

(xity, AFP)


Copyright 2018 © Xity Online GmbH