16.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> "Berghühnchen" beziehen im Aquazoo neues Heim

"Berghühnchen" beziehen im Aquazoo neues Heim

Antillen-Ochsenfrösche in der Tropenhalle zu sehen

Die jüngsten Zugänge im Aquazoo Löbbecke Museum sind waschechte Briten: Sieben Antillen-Ochsenfrösche.

Düsseldorf - Die fünf Weibchen und zwei Männchen stammen aus dem Zoo London und wurden im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) vom Zoo Chester aus nach Düsseldorf vermittelt. Im Aquazoo wartete man bereits mehrere Jahre auf die auch als "Mountain Chicken" - zu Deutsch Berghühnchen - bezeichneten Lurche. Umso mehr freuen sich alle Beteiligten, diese imposanten Tiere nun pflegen zu können.

Antillen-Ochsenfrösche gehören mit bis zu 21 Zentimetern Körpergröße zu den größten Fröschen der Welt. Alle sieben Tiere sind am 12. Mai 2016 geschlüpft und mittels Fotodokumentation und Transponder individuell voneinander zu unterscheiden. Das neue geräumige Terrarium in der Tropenhalle wurde von den Tieren bereits bezogen und für geeignet befunden. Ganz nach Ochsenfrosch-Manier zeigen die Lurche ihr arttypisches Verhalten, indem sie tagsüber in Verstecken schlafen und nachts auf Beutesuche gehen. Aufgrund dieser nächtlichen Lebensweise werden die Besucher des Aquazoo die imposanten Neubürger erst in der Dämmerung sehen können.

Dass diese Tiere nun in Düsseldorf gehalten werden, stellt einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung dar. Heute sind Antillen-Ochsenfrösche nur noch auf zwei Inseln der östlichen Karibik zu finden, auf Dominica und Montserrat. Die aus London eingetroffenen Tiere sind die Nachfahren von 50 Fröschen, die 2009 nach Europa gebracht wurden, um den Grundstock für eine Erhaltungszucht außerhalb ihres Lebensraumes zu bilden. Neben der Population in Europa gibt es auch auf Montserrat eine Zuchtstation, die sich regelmäßig über Leptodactylus-Nachwuchs freut.

Die großen Frösche sind sehr kräftig und können Sprünge von bis zu zwei Metern vollführen. Die Rufe der Tiere können bis in eine Entfernung von einem Kilometer gehört werden. Zu Beginn der Regenzeit machen vor allem die Männchen mit ihrem trillernden Ruf auf sich aufmerksam und versuchen, die Weibchen zur Paarung in ihr Nest - in einem bis zu 50 Zentimeter tiefen Erdloch - zu locken.


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