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Bei Wahl des Leipziger Oberbürgermeisters zweiter Wahlgang nötig

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD-Amtsinhaber Jung und CDU-Herausforderer Gemkow

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Leipzig hat im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreicht.

Leipzig - Amtsinhaber Burkhard Jung (SPD) lieferte sich am Sonntagabend ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem CDU-Herausforderer Sebastian Gemkow. Nach dem vorläufigen Ergebnis erhielt Jung 29,8 Prozent der Stimmen. Er lag damit knapp hinter Gemkow, der auf 31,6 Prozent kam. Damit ist am 1. März ein zweiter Wahlgang notwendig, bei dem dann die einfache Mehrheit reicht.

Jung ist seit 2006 Rathauschef in Leipzig. Im Juni vergangenen Jahres wurde der 61-Jährige als erster Oberbürgermeister einer ostdeutschen Stadt zum Präsidenten des Deutschen Städtetags gewählt.

Am Sonntag traten insgesamt acht Kandidaten zur Wahl in Leipzig an. Hinter Jung und dem früheren Justizminister und derzeitigen sächsischen Wissenschaftsminister Gemkow kam die Bewerberin der Linkspartei, Franziska Riekewald, mit 13,5 Prozent auf den dritten Platz.

Katharina Krefft von den Grünen erreichte zwölf Prozent, und Christoph Neumann von der AfD kam auf 8,7. Marcus Viefeld von der FDP, Katharina Subat von Die Partei und Ute Elisabeth Gabelmann von der Piratenpartei landeten abgeschlagen auf den letzten Plätzen.

Beim zweiten Wahlgang in vier Wochen können die bisherigen Kandidaten wieder antreten. Insgesamt waren rund 470.000 wahlberechtigte Leipziger zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 49 Prozent.

Die Stadt verzeichnete in den vergangenen Jahren einen enormen Zuzug, aktuell hat Leipzig rund 600.000 Einwohner. Zuletzt war die Stadt wegen Ausschreitungen bei linksextremen Demonstrationen in die Schlagzeilen geraten. Jung verurteilte die Gewalt unter anderem gegen Polizisten.

Der gebürtige Westfale kam 1991 als Lehrer in die sächsische Stadt und wechselte später zunächst als Beigeordneter für Jugend, Schule und Sport ins Leipziger Rathaus, wo er auch Sozialdezernent war. 2006 trat er die Nachfolge im Oberbürgermeisteramt von Wolfgang Tiefensee (SPD) an, der damals als Bundesverkehrsminister nach Berlin wechselte und heute Wirtschaftsminister in Thüringen ist.

(xity, AFP)


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