18.08.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Bei unerwünschten Anrufen einfach auflegen

Bei unerwünschten Anrufen einfach auflegen

Tipps zum Umgang mit Telefonwerbung

Trotz Verbots erhalten Privatpersonen immer wieder ungebetene Anrufe von Werbern. Sie bieten Strom- und Gasverträge an, Geldanlagen, Versicherungen, Zeitungs-Abos oder Verträge zum Telefonieren und Surfen.

Düsseldorf - Geschickt werden die Verbraucher am Telefon mit günstigen Konditionen oder lukrativen Vorteilen geködert und kommen mit möglichen Einwänden erst gar nicht zu Wort. Arglos oder genervt schließen viele mündlich einen Vertrag ab oder geben ihre Kontodaten preis. Dabei sind so genannte Cold Calls ? also Werbeanrufe, denen der Verbraucher nicht zugestimmt hat ? verboten. Dazu unsere Tipps:

Verträge sofort rückgängig machen
Die wirkungsvollste Reaktion auf ungewollte Belästigung am Telefon: einfach auflegen! Kunden, die eine spontane Zusage am Telefon im Nachhinein bereuen, sollten rechtzeitig ? am besten innerhalb von 14 Tagen ? ihre Vertragserklärung per E-Mail, Fax oder Brief widerrufen. Denn Verträge, die während eines Telefonats zustande gekommen sind, können in der Regel innerhalb von zwei Wochen rückgängig gemacht werden. Der Anrufer muss dem Kunden die Adresse des Unternehmens nennen und ihn über Beginn und Frist des Widerrufs sowie dessen Folgen informieren. Passiert das nicht, kann dem telefonisch zustande gekommenen Vertrag noch länger widersprochen werden.

Extra-Regel bei Gewinnspielverträgen
Telefonisch geschlossene Verträge über die Teilnahme an Gewinnspielen sind nur gültig, wenn Angerufene einen Vertrag dazu nicht nur mündlich an der Strippe, sondern zusätzlich noch in Textform (zum Beispiel per Brief oder Fax) bestätigt haben. Wem ungewollt ein Glücksspiel-Abo untergejubelt wurde, muss nichts tun ? weder den Vertrag kündigen noch den geforderten Betrag zahlen.

Gegen unzulässige Telefonwerbung vorgehen
Wer sich von unaufgeforderten Telefonaten belästigt fühlt, sollte sich am besten Namen der Firma und des Anrufers, das Datum, die Uhrzeit und den Grund des Anrufs notieren. Diese Daten können in unser Beschwerdeformular eingetragen werden. Wir Verbraucherschützer können gegen die Firmen vorgehen und sie auffordern, künftig ungebetene Anrufe zu unterlassen. Meldungen von belästigenden Telefonanrufen nimmt auch die Bundesnetzagentur entgegen.

Schutz vor unerwünschten Werbeanrufen
Um unvermittelten Werbeattacken am Telefon von vornherein einen wirksamen Riegel vorzuschieben, sollten Verbraucher ihre private Rufnummer möglichst nur an vertrauenswürdige Personen weitergeben. Auch der persönliche Eintrag in öffentlich einsehbare Telefonbücher sollte überdacht beziehungsweise unterlassen werden.


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