Bei nächster Kältewelle drohen Batterieausfälle

Hitzesommer und Frost haben Pkw-Akkus zugesetzt

Aufgrund der extremen und lang anhaltenden Hitzewellen im Sommer und der ersten Frostperioden im Winter könnten bei der nächsten Kältewelle noch mehr Batterien ausfallen als in den Vorjahren.

Hannover - Dabei sind defekte 12-Volt-Batterien schon in normalen Jahren für fast die Hälfte der liegengebliebenen Fahrzeuge verantwortlich. Und das sowohl bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor als auch bei modernen Elektroautos. Deshalb rät der Batteriehersteller Clarios Autofahrern dringend, noch vor dem nächsten Kälteeinbruch den Zustand ihrer Niedervoltbatterie in einer Fachwerkstatt prüfen zulassen.

Hitze führt zu Selbstentladung

Trotz der vergangenen milden Winter hat die Niedervoltbatterie ihren Vorsprung vor anderen Pannenursachen weiter ausgebaut. Hauptgrund dafür waren Stillstandzeiten wegen Lockdowns und Home-Office, bei denen die Batterien ihre Spannung verloren haben und nicht wieder aufgeladen wurden. Die heißen Tage des vergangenen Sommers kommen noch obendrauf. Denn sie sind es, die die Batterien verschleißen: Die hohen Temperaturen führen zur Selbstentladung, wodurch der Akku schneller altert. Das hat den Batterien im vergangenen Jahr bereits stark zugesetzt. Wenn dann wegen Kälte die Batterieleistung sinkt und der Motorstart dem Akku mehr abverlangt, ist das für alte oder strapazierte Batterien zu viel.

Schon die nächste Frostnacht könnte dazu führen, dass die Batterie den Motor nicht mehr starten kann. "Autofahrer sollten deshalb den jährlichen Werkstattcheck ihrer Fahrzeugbatterie schon vor Beginn der kalten Jahreszeit routinemäßig einplanen", rät Bernd Evers, Batterieexperte bei Clarios. "Wer das versäumt hat, sollte spätestens jetzt aktiv werden."