16.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Behörden nach Klau von E-Mail-Daten um Aufklärung bemüht

Behörden nach Klau von E-Mail-Daten um Aufklärung bemüht

Staatsanwalt bestätigt 18 Millionen betroffene Adressen

Nach dem neuerlichen Klau der E-Mail-Daten von Millionen Nutzern bemühen sich die Behörden, den angerichteten Schaden zu begrenzen.

Berlin - Das zuständige Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) arbeitet nach eigenen Angaben "mit Hochdruck und in Zusammenarbeit mit Behörden und Providern an einer Lösung, wie und auf welchem Wege betroffene Internetnutzer informiert werden können", hieß es in einer Erklärung.

Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität, die bei der Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Verden angesiedelt ist, bestätigte den Datenklau. "Diese 18 Millionen E-Mail-Passwort-Kombinationen, dieser Datenbestand, wurde dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zur Verfügung gestellt, damit von dort aus gefahrenabwehrrechtliche Maßnahmen getroffen werden können", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Lutz Gaebel, im Bayerischen Rundfunk.

Der Staatsanwalt erklärte weiter, ein ähnliches Verfahren sei bereits bei den 16 Millionen geklauter Daten angewendet worden, die im Januar bekannt geworden seien. Beide Ermittlungen stehen nach Gaebels Worten im Zusammenhang. Der jetzt gefundene Datenbestand sei allerdings wesentlich "internationaler" als der letzte. Es seien sehr viele deutsche und internationale Provider betroffen.

Bei dem im Januar bekannt gewordenen Fall hatte das BSI eine Test-Website angeboten, auf der Nutzer prüfen konnten, ob sie von dem Datenklau betroffen waren.

(xity, AFP)


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