15.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Beach World Tour 2014

Beach World Tour 2014

Holtwick/Semmler siegen in Gstaad

Katrin Holtwick/Ilka Semmler (Seaside Beach Club Essen) haben erstmals in ihrer Karriere einen Grand Slam auf der World Tour gewonnen.

Gstaad - Das National-Duo siegten im ersten rein deutschen Finale gegen Karla Borger/Britta Büthe 2:0 (24-22, 21-16) und erhielt dafür 800 Weltranglistenpunkte und 57.000 US Dollar Preisgeld. Den unterlegenen Borger/Büthe (MTV Stuttgart), die im ersten Satz drei Satzbälle ungenutzt ließen, blieben 720 Punkte und 43.000 US Dollar als "Trost“. Für Holtwick/Semler war es nach dem Sieg in Aland/FIN 2012 der zweite Turniersieg auf der World Tour, 2014 war es nach den Erfolgen von Laura Ludwig/Kira Walkenhorst (Shanghai Grand Slam/CHN) und Victoria Bieneck/Julia Großner (Anapa Open/RUS) bereits der dritte deutsche Frauen-Sieg.
Es wurde gelacht, es herrschte entspannte Atmosphäre. Keine Frage: Das Finale von Gstaad war ein Besonderes. Nicht nur, weil erstmals schwarz-rot-gold auf beiden Feldhälften in einem World Tour-Finale standen, sondern weil sich die Spielerinnen schätzen, kennen und mögen.
Schon nach den ersten Bällen im Finale war die jeweilige Taktik der Teams zu erkennen: Holtwick/Semmler schlugen jeden Aufschlag auf Büthe, die Vize-Weltmeisterinnen Borger/Büthe deckten Semmler mit ihrem Service ein. Die ersten Vorteile erarbeiteten sich Borger/Büthe, die nach einem Büthe-Block gegen Semmler und einem Ass von Borger auf 13-10 wegzogen. Doch Holtwick/Semmler blieben ruhig und stellten nach einem Büthe-Fehler und einem Holtwick-Ass prompt den Ausgleich her (13-13). Abermals war es das Duo aus Stuttgart, das vorlegte, weil Holtwick einen Ball aus der Abwehr ins Netz schlug (18-16). Abermals gelang der schnelle Ausgleich, ein Angriffsfehler Borgers landete im Netz. Und so wurde die "heiße“ Phase eingeläutet. Borger/Büthe erarbeiteten sich den ersten Satzball, den Holtwick/Semmler wie auch zwei weitere abwehrten. Als Semmler sich gegen Büthe am Netz behauptete, hieß es erstmals Satzball für die Essenerinnen. Und der war es sogleich, denn Borgers Ball aus der Abwehr landete im Netz.
Dieser Satzgewinn gab Holtwick/Semmler noch mehr Selbstvertrauen: Sie hielten an ihrem Spielkonzept fest, während Borger/Büthe nun vermehrt ihre Aufschläge auf Holtwick servierten. Büthe unterliefen zu Beginn zwei Angriffsfehler, sodass sich Holtwick/Semmler früh mit vier Punkten absetzen konnten (5-9). Borger/Büthe versuchten alles, auch mit zweiten Bällen, doch ihre Kolleginnen und Kontrahentinnen hatten fast immer die bessere Antwort. Nach einem Ass von Semmler durch die gegnerische Mitte gab es den ersten "Freudenhüpfer“ bei Holtwick/Semmler (12-18). Nachdem Borger/Büthe zwei Matchbälle noch abwehren konnten, versenkte Holtwick den dritten per hartem Angriff und sank anschließend freudestrahlend mit Semmler im Sand. Tränen flossen, das Grand Slam-Trauma von Berlin – 2013 vergaben Holtwick/Semmler vier Matchbälle im Finale – spielte vielleicht eine Rolle. Es folgten innige Umarmungen mit Borger/Büthe.

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