17.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Bayerns Finanzminister plädiert für geordneten "Grexit"

Bayerns Finanzminister plädiert für geordneten "Grexit"

Söder bezweifelt Nutzen weiterer Hilfsprogramme

Die Krisen auf der Welt sind zu zahlreich, als das Europa sich "dauernd nur" um Griechenland kümmern könne, befindet Bayerns Finanzminister Markus Söder. Der CSU-Politiker spricht sich daher für einen "wohlüberlegten" Grexit aus.

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hat sich nach dem Scheitern der Gespräche zwischen Griechenland und seinen Geldgebern für das Ausscheiden des Landes aus der Euro-Zone ausgesprochen. Er glaube, dass "ein wohlüberlegter Ausstiegsplan am Ende der bessere Weg für beide Seiten ist", sagte Söder im Deutschlandfunk. Sollte das Hilfsprogramm noch einmal verlängert werden, "dann stehen wir im Herbst wieder vor derselben Situation". Angesichts der Vielzahl der internationalen Herausforderungen könne sich Europa und die Welt "nicht dauernd nur um Griechenland kümmern".

Nach der Ankündigung eines griechischen Referendums für Sonntag waren die Verhandlungen über das Gläubiger-Angebot abgebrochen worden. Das Hilfsprogramm für Griechenland läuft in der Nacht zu Mittwoch aus.

Der Vorsitzende der CSU-Mittelstandsunion, Hans Michelbach, sagte im Bayerischen Rundfunk, er sehe "keine Vertrauensbasis" für eine weitere Zusammenarbeit mit der griechischen Regierung. Selbst wenn das Referendum eine Akzeptanz der griechischen Bevölkerung für die Fortsetzung des Sparkurses ergeben sollte, seien weitere Verhandlungen mit der Syriza-Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras nicht vorstellbar.

© 2015 AFP


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