Bayern will strengere Maßnahmen gegen Extremisten

Herrmann bringt Staatsbürgerschaftsentzug ins Gespräch

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat weitergehende Maßnahmen im Kampf gegen Dschihadisten gefordert.

München - Mit den Vorschlägen von Justizminister Heiko Maas (SPD), das Strafrecht zu verschärfen, sei es nicht getan, sagte Herrmann der "Passauer Neuen Presse". Es müsse auch intensiv darüber nachgedacht werden, unter welchen Voraussetzungen "Deutsche, die einen zweiten Pass haben, aus der deutschen Staatsbürgerschaft entlassen" werden könnten, wenn sie "in Diensten" einer ausländischen Extremistenorganisation stünden.

Maas hatte am Montag angekündigt, im Kampf gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) das Strafrecht in zwei Punkten zu verschärfen. Künftig mache sich strafbar, wer Deutschland verlassen wolle, um sich an schweren Gewalttaten im Ausland zu beteiligen oder für die Teilnahme daran ausbilden zu lassen, sagte Maas in Berlin. Zudem solle ein eigenständiger Straftatbestand der Terrorismusfinanzierung geschaffen werden.

(xity, AFP)