24.07.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Baustelle "UDU" in der Krefelder Innenstadt

Baustelle "UDU" in der Krefelder Innenstadt

Verkehrsströme werden unter die Lupe genommen

Wenn die Baustelle UdU bald wieder zurück "hinter" die Kreuzung Ostwall/St.-Anton-Straße rückt, ist die "heiße Phase" vorbei.

Krefeld - Für rund sechs Wochen ist die Kreuzung gesperrt, weil der Kreuzungsbereich inklusive Fahrbahnen, Schienen und Weichen vollständig erneuert wurde. Schon seit dem 19. Mai fahren wieder die Straßenbahnen nach Hüls und St.Tönis. Die Verkehrssituation wird sich bald weiter entspannen. Trotzdem wird die Baustelle noch rund ein Jahr das Krefelder Innenstadtleben beeinflussen. Grund genug für die Verkehrsplaner und die Kaufleute der City, in einer Verkehrsschau erneut die Wege zu kontrollieren und zu schauen, ob jeder auch nach der "heißen Phase“ sein gewünschtes Ziel erreicht.

"Wir müssen uns nicht nur darum kümmern, die Parkhaus-Zufahrten zu beschildern, sondern auch, wie man von A nach B oder einfach um die Baustelle herumkommt“, sagt Markus Ottersbach, Geschäftsführer des Einzelhandels- und Dienstleistungsverbands Krefeld. Sein Credo: "So einfach wie möglich. Schilder mit viel Text nimmt doch kein Autofahrer wahr.“ Häufig sind genau diese Schilder aber per Straßenverkehrsordnung vorgeschrieben, den Verkehrsplanern bleibt also gar nichts anderes übrig, als auf diese zu bauen. "Um die vorgeschriebenen Schilder kommen wir nicht drum herum, können natürlich aber hier und da ergänzen. Denn auch unser Interesse ist es, den Verkehr trotz Baustelle möglichst reibungslos durch die Innenstadt zu führen“, so Egon Bendt, im Fachbereich Tiefbau zuständig für Verkehrsregelung, Straßen- und Verkehrsbeschilderung.

Zusammen mit Mitarbeitern aus verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung geht es auf Verkehrsschau, zunächst aus Richtung St. Tönis kommend. "Wir müssen den Autofahrer früh informieren – aber auch so, dass er es mitbekommt“, so Ottersbach. Das klassische Verkehrsschild vor dem Ring sei dazu ungeeignet und zwischen Ring und Westwall fehle ein Hinweis auf die Baustelle gänzlich. "Hier muss eins unserer besonderen Zusatzschilder hin“, stimmt ihm City-Managerin Christiane Gabbert zu. Die grünen Zusatzschilder wurden zusammen mit der Agentur Lohmann and Friends entworfen und hängen, ergänzend zur vorgeschriebenen Beschilderung, an vielen Stellen in der Innenstadt.

Während der Verkehrsschau fällt einiges auf: Ein Schild auf der Friedrichstraße wurde umgedreht und macht dadurch absolut keinen Sinn mehr. Ein Hinweis auf das Seidenweberhaus-Parkhaus fehlt hier und wenig später – vor dem Polizeipräsidium – führt ein Pfeil des Parkleitsystems in die Irre. "Da kommt ein Sack drüber“, sagt Bendt. Schnell handeln, das ist eine Maxime der Verkehrsplaner, denn der Autofahrer verzeiht keine langen Behördengänge. "Wir haben im bisherigen Baustellenverlauf kurzfristig reagiert, wenn es irgendwo zu Problemen gekommen ist. Dazu haben wir die Wegweisung, das Parkleitsystem und Schleichverkehre im Auge gehabt“, sagt Hartmut Könner, Leiter des Fachbereichs Tiefbau. Hier und da waren den Verkehrsplanern aber die Hände gebunden, zum Beispiel, wenn die Produktion neuer Hinweisschilder mehrere Wochen in Anspruch genommen hatte.

Wenig später beobachtet man den aus Richtung Cracau/Bockum kommenden Verkehr, und zwar an der Kreuzung Cracauer Straße / Philadelphiastraße. "Hier werden drei neue Schilder montiert, die den Autofahrer über die Philadelphiastraße und die Neue Linner Straße leiten“, so Bendt. Gerade die Philadelphiastraße ist in diesen Wochen und Monaten einer erhöhten Belastung ausgesetzt. Sie fängt nicht nur den Individualverkehr auf, sondern auch den Öffentlichen Personen- Nahverkehr (ÖPNV), der sonst über den Ostwall fährt. Spezielle ÖPNV-Spuren, Halteverbote und veränderte Ampelschaltungen waren nötig und sorgen für einen einigermaßen guten Verkehrsfluss. "Wir leiten bis zu 1000 Kraftfahrzeuge pro Stunde um, die den Ostwall an dieser Stelle passieren. Hinzu kommen 30 Busse und 36 Straßenbahnen. Ein wenig Geduld muss jeder mitbringen“, erklärt Könner und bittet um Verständnis.

Zum zweiten Mal klingelt das Telefon von Eckhard Lüdecke. "Wir sind dankbar für jeden Hinweis aus der Bevölkerung oder der Einzelhändlerschaft“, sagt der Baustellen-Koordinator. Und quasi wie bestellt, läutet auch das Telefon von Markus Ottersbach. Es ist Christoph Borgmann, Inhaber des gleichnamigen Sportgeschäfts und Sprecher der Interessengemeinschaft Königstraße. Er interessiert sich natürlich auch für die Ergebnisse der Verkehrsschau und hofft, dass die Kunden trotz Baustelle UdU den Weg in die City finden.

Mittlerweile ist die Gruppe auf der Bahnstraße und nähert sich aus Richtung Großmarkt kommend dem Arbeitsamt an der Kreuzung Philadelphiastraße. Hier wird deutlich, dass Äste den Hinweis auf das Parkleitsystem verdecken. Und auf dem Schild geradeaus ist nur die Polizei ausgeschildert, der Hinweis "Innenstadt“ aber fehlt. "Das Grün muss weg und das Schild benötigt eine Ergänzung“, so Gabbert. Beim abschließenden Gespräch im Rathaus legen sich die Beteiligten noch auf ein neues Maß für weitere Zusatzschilder fest, die fortlaufend montiert werden, so zum Beispiel auf der Philadelphiastraße. Gabbert: "Sie werden etwas größer sein, damit sie noch besser ins Auge stechen. Dabei beachten wir aber natürlich die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung, denn ein Schild darf nicht zu groß sein und in den Verkehr hineinragen.“

Für Fragen, Sorgen oder Anregungen steht Baustellenkoordinator Eckhard Lüdecke mit seinem Team im Baustellen-Büro am Ostwall 166 zur Verfügung. Er ist montags von 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 17.30 Uhr anwesend und per E-Mail erreichbar unter service@wo-schoenes-entsteht.de. Zudem ist die Baustellen-Rufnummer 02151 7478520 geschaltet. Informationen gibt es auch unter www.wo-schönes-entsteht.de.


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