24.06.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Bauprojekt der Caritas an der Merowingerstraße

Bauprojekt der Caritas an der Merowingerstraße

Erbbaurechtsvertrag für das Ludgeri-Quartier

Auf dem 2.100 Quadratmeter großen Grundstück an der Merowingerstraße will die Caritas ein fünfgeschossiger Klinkerbau errichten.

Düsseldorf - Mit dem sogenannten Ludgeri-Quartier errichtet der Caritasverband Düsseldorf an der Merowingerstraße/Eduard-Schulte-Straße nicht nur ein Altenheim mit Kurzzeit- und Tagespflege, sondern stellt auch insgesamt 24 Wohnplätze für Auszubildende sowie zwei Appartements für alleinerziehende Auszubildende zur Verfügung. Außerdem wird eine Großtagespflege für insgesamt neun Kinder integriert. Nach einem Investorenauswahlverfahren hat die Stadt mit der Caritas bereits im November einen Erbbaurechtsvertrag über 60 Jahre für das Grundstück in der Nähe des Merowingerplatzes geschlossen.

"Die Caritas hat das überzeugendste Nutzungs- und städtebauliche Konzept vorgelegt. Somit kann an dieser Stelle nicht nur Wohnraum für Senioren sondern auch für Auszubildende geschaffen werden. Ein großes Plus für den Stadtteil und auch für Düsseldorf", erklärte Oberbürgermeister Thomas Geisel anlässlich der Vorstellung des Projekts im Düsseldorfer Rathaus. Mit der Errichtung eines Gebäudes, das die gesetzlichen Vorgaben zur Energieeffizienz unterschreitet, hat der Caritasverband auch das beste ökologische und energetische Konzept vorgelegt. Beim Nutzungskonzept überzeugte insbesondere auch die Öffnung zum Stadtteil. Baubeginn wird in diesem Jahr sein, mit der Fertigstellung wird 2022 gerechnet.

Auf dem 2.100 Quadratmeter großen Grundstück soll ein fünfgeschossiger Klinkerbau entstehen. "Der Düsseldorfer Caritasverband begrüßt ausdrücklich, dass die Stadt Düsseldorf für den Betrieb einer caritativen Einrichtung trotz angespannter Grundstückssituation einen Bauplatz in guter Lage zur Verfügung stellt. Der Trend zu hybriden Wohnformen, einer Mischung aus ambulanten und stationären Unterbringung, ist auch in Düsseldorf nicht aufzuhalten. Das Ludgeri-Quartier als innovatives Mehrgenerationenhaus liegt mit seiner Konzeption genau in diesem Trend. Barrierefreies Wohnen in Kombination mit Dienstleistungen und Pflegeangeboten werden auch in der Landeshauptstadt schon bald der Normalfall sein und die klassischen Altenheime ersetzen", so Caritas Vorstandvorsitzender Henric Peeters.

Im Einzelnen sind ein Altenheim (St. Ludger) mit 91 Plätzen sowie 13 Kurzzeitpflegeplätze und 16 Tagespflegeplätze für Seniorinnen und Senioren vorgesehen. Die Wohnbereiche der Seniorinnen und Senioren im ersten bis vierten Obergeschoss gliedern sich jeweils in zwei Bereiche, die eine familäre Wohnqualität versprechen. Das Erdgeschoss ist als lichtdurchfluteter offener Begegnungsraum konzipiert. Wie auf einem Marktplatz sollen dort auch eine Kapelle, gemütliche Sitzecken und ein Friseursalon Platz finden. Es gibt auch einen Zugang zum Garten. An der Merowingerstraße könnte eine extern betriebene Bäckerei eingerichtet werden. Das sich dort befindende Café ist gleichzeitig vom Foyer aus zugänglich und öffnet sich zum öffentlichen Leben in den Stadtteil Bilk. Im Ergeschoss entstehen zudem Räume für eine Großtagespflege mit neun Plätzen, die nach Süden ausgerichtet sind und über ein eigenes Außengelände verfügen.

In der fünften Etage entsteht preisgünstiger Wohnraum für insgesamt zwölf Auszubildende. Diese können sowohl Auszubildende im Haus wie auch externe Auszubildende sein. In der Mittelzone entstehen Gemeinschafts- und Hauswirtschaftsräume. Die Wohnungen werden öffentlich gefördert. Zusätzlich werden zwei 2-Raum-Appartements für alleinerziehende Auszubildende errichtet. Somit können Auszubildende mit Kind, die im Haus oder in anderen Einrichtungen der Caritas ihre Ausbildung absolvieren, ihr Kind im Haus betreuen lassen.


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