Bauernpräsident befürchtet Ernte-Einbußen wegen Trockenheit

Özdemir warnt: Schreckensszenarien werden Realität

Der heiße und trockene Sommer in Deutschland wird zur Bedrohung für die Lebensmittelerzeugung.

Berlin - Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, warnte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Montag vor "großen Einbußen" bei der Ernte. Trockenheit und Hitze seien in diesem Jahr "in einigen Regionen ein großes Problem", sagte er.

Bei der Getreideernte habe das Wetter bereits Spuren hinterlassen, sagte Rukwied. Feldfrüchte wie Mais oder Kartoffeln, bei denen die Ernte noch anstehe, würden ebenfalls "unter den hohen Temperaturen leiden". Sollte es in nächster Zeit nicht regnen, werde es hier "zu großen Einbußen kommen".

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) zeigte sich besorgt. Am Rande eines EU-Agrarministertreffens in Brüssel verwies er auf Trockenheit, Starkregen und Ernteausfälle: Diese seien nicht mehr nur ein Problem des "globalen Südens", sondern inzwischen auch der Europäischen Union.

Özdemir verwies auf die Dürreprobleme insbesondere im Süden Europas. Von dort kämen Bilder, "die ja Schreckensszenarien darstellen aus Horrorfilmen, das ist mittlerweile Realität", sagte er. "Wir sind mitten drin in der Klimakrise, man könnte auch sagen: in der Klimakatastrophe."

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