10.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Barmer GEK warnt Eltern vor giftigen Pflanzen

Barmer GEK warnt Eltern vor giftigen Pflanzen

Kinder können leicht Vergiftungen erleiden

Die Krankenkasse Barmer GEK warnt Eltern vor zahlreichen giftigen Pflanzen wie Engelstrompete oder Goldregen.

Berlin - Goldregen, Engelstrompete oder Blauer Eisenhut: Zahlreiche Pflanzen in Gärten und Parks können Vergiftungen verursachen. Eltern sollten daher darauf achten, dass Kinder nicht mit giftigen Pflanzen in Berührung kommen, warnt die Krankenkassen Barmer GEK. Zeige ein Kind Symptome wie Übelkeit, Schwindel und Kreislaufprobleme, sollten Eltern dringend einen Arzt aufsuchen.

"Nicht nur das Essen von Blättern, Blüten oder Beeren kann Vergiftungen auslösen", erklärte Barmer-Expertin Utta Petzold. Manch unscheinbare Pflanze enthalte auch Wirkstoffe, die in Verbindung mit Sonnenlicht sogenannte phototoxische Reaktionen hervorrufen, so dass selbst bloßes Berühren zu mitunter schwerwiegenden Hautentzündungen führen könne.

Als sehr giftig gilt nach Angaben des Giftinformationszentrums Bonn unter anderem der Blaue Eisenhut. Schon bei der Einnahme weniger Gramm Pflanzenmaterial sind lebensbedrohliche Symptome zu erwarten. Kinder sind selbst beim Spielen mit den Blüten schon gefährdet. Auch der Stechapfel, der an Wegrändern und in Gärten wächst, ist sehr giftig.

Gleiches gilt für den Seidelbast, einen Zierstrauch mit roten Beeren. Giftig sind auch der in Deutschland weit verbreitete Rosenlorbeer, Tollkirsche, Oleander und Lebensbaum.

Wird ein Kind nach Kontakt mit einer Giftpflanze bewusstlos, muss laut Barmer sofort der Notarzt gerufen werden. Bis zum Eintreffen des Arztes sollte das Vergiftungsopfer in die stabile Seitenlage gelegt werden. Ist das Kind bei Bewusstsein, sollte es weder Milch oder Salzwasser trinken. Bei Milch gelangt das Gift über den Magen schneller in den Blutkreislauf. Zuviel Salz wiederum kann den kindlichen Elektrolythaushalt durcheinanderbringen. Stattdessen helfen Wasser, Tee oder Saft, die giftige Substanz zu verdünnen.

Beim Verdacht auf eine Vergiftung können sich Eltern auch an eine Giftnotrufzentrale wenden. Sie sollten den Experten dann schildern, was ihr Kind gegessen hat, welche Symptome es zeigt, wie lange es schon Beschwerden hat und wie viel es wiegt.

(xity, AFP)


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