16.10.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Ballett am Rhein zu Gast in Gütersloh

Ballett am Rhein zu Gast in Gütersloh

Martin Schläpfers "7" feiert viertes Gastspiel

Bereits zum dritten Mal konnte das Theater Gütersloh Martin Schläpfers Compagnie für ein Gastspiel gewinnen.

Düsseldorf - Am 25. und am 26. Februar zeigt das Ballett am Rhein dort im zweimal ausverkauften Haus Schläpfers Choreographie "7" auf die Sinfonie Nr. 7 e-Moll von Gustav Mahler. Nach München, Moskau und Edinburgh ist Gütersloh der vierte Gastspielort für das abendfüllende Stück - in dieser Spielzeit folgen noch St. Pölten und Wiesbaden.

Das Ballett am Rhein hat in der nordrhein-westfälischen Kreisstadt mit seinen Gastspielen eine große Fangemeinde gefunden. Schon 2012 begeisterte die Compagnie dort mit Schläpfers Choreographien "Drittes Klavierkonzert", "Tanzsuite" und "Forellenquintett", in der darauffolgenden Spielzeit präsentierte sie mit ebenso großem Erfolg "Ein Deutsches Requiem". Nun kommt nach der gefeierten Vorstellungsserie im Opernhaus Düsseldorf und Duisburg und mehreren internationalen Gastspielen Schläpfers "7" ins Theater Gütersloh und sorgt zweimal für ein ausverkauftes Haus. Im Anschluss an die erste Vorstellung gibt Martin Schläpfer in einem Publikumsgespräch Einblicke in seine Arbeit.

Wie Mahler in seiner Musik viele Sprachen spricht, Tonfälle aus einer akustischen Umgebung auf-nimmt und verarbeitet - vom Naturlaut über Volkslieder, Signale, Zitate und Anklänge an andere Kunstmusik - so spricht auch Martin Schläpfer viele Bewegungssprachen. In seinem Stück "7" lässt er hochemotionale, gestische Bilder auf reine Tanzszenen treffen. Die Formen des klassischen Balletts werden dabei nicht nur weitergedacht, sondern zugleich auch zu einer Chiffre für eine Grazie, die ihre Schönheit aus dem Wissen um ihre Begrenztheit bezieht. Die Suche nach Heimat bildet die Grundierung zu einem Stück, das sich immer mehr zu einem Tanz auf dem Vulkan verdichtet. Mit einer "Reise nach Jerusalem" dreht sich das existenzielle Spiel der Ausgrenzung in die Raserei. Was bleibt, ist eine Tänzerin im Spitzenschuh - das fragile Bild einer Ballerina über dem Abgrund.


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