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BA: Europa vor langem Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit

EU-Beschäftigungsgipfel am Mittwoch in Mailand

Das Problem der Jugendarbeitslosigkeit wird Europa nach Auffassung der Bundesagentur für Arbeit (BA) noch lange beschäftigen.

Berlin - "Der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit braucht Zeit", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Es seien bereit sinnvolle Schritte unternommen worden, viele Maßnahmen müssten allerdings erst noch greifen.

Als positives Beispiel nannte Weise den Aufbau von Internet-Stellenbörsen nach deutschem Vorbild. Spanien, Frankreich und Italien hätten bereits ähnliche Programme gestartet. Die Stellenbörsen seien wichtig, um Transparenz herzustellen: "Der arbeitslose Jugendliche aus Sizilien muss eben wissen, dass die Wirtschaft in Norditalien gut läuft und Personal sucht", sagte der BA-Chef.

Weise, der auch Vorsitzender des Netzwerks europäischer Arbeitsverwaltungen ist, verteidigte zugleich die EU-Jugendjobgarantie. So sei es etwa wichtig, Arbeitgeber finanziell zu unterstützen, die es sich nicht leisten könnten Auszubildende einzustellen.

Die EU-Jugendjobgarantie sieht vor, jedem Jugendlichen in Europa eine Stelle, eine Ausbildung oder ein Praktikum zu garantieren. Die Mitgliedsländer stellen dafür sechs Milliarden Euro bereit. Das Programm, das sich mehrfach verzögert hatte, steht im Mittelpunkt des Beschäftigungsgipfels am Mittwoch in Mailand, zu dem die Arbeitsminister der EU-Staaten zusammenkommen.

(xity, AFP)


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