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BA-Chef Weise: Zuwanderer zum Deutschlernen verpflichten

Ohne Deutsch "kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt"

Der Präsident der Bundesagentur für Arbeit, Weise, hat die Bedeutung von Sprachkenntnissen für die Jobsuche betont.

Berlin - "Von der Politik muss mehr Wert darauf gelegt werden, dass Zuwanderer verpflichtend Deutsch lernen", sagte er dem "Hamburger Abendblatt" vom Dienstag. "Wer kein oder nur schlechtes Deutsch spricht, hat kaum Chancen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt." Mangelhafte Sprachkenntnisse seien das Hauptproblem der Integration.

Deutschland sei auf Zuwanderer auch aus Staaten außerhalb der EU angewiesen, sagte Weise. "Wir müssen über die Grenzen der EU hinaus nach Arbeitskräften suchen." Insgesamt seien Zuwanderer heutzutage höher qualifiziert als früher, erklärte der BA-Chef. Der Anteil von Hochqualifizierten unter den Zuwanderern sei "höher als im Durchschnitt der deutschen Bevölkerung", allerdings sei auch der Anteil der Menschen ohne Berufsausbildung unter den Zuwanderern höher.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland war zuletzt erneut leicht zurückgegangen. Sie sank im Mai laut BA im Vergleich zum April um 61.000 auf 2,88 Millionen. Zugleich steigt seit Längerem die Zahl der Erwerbstätigen. Auch die Nachfrage der Betriebe nach neuen Arbeitskräften bleibt hoch.

(xity, AFP)


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