11.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> b.41 startet im Opernhaus Düsseldorf

b.41 startet im Opernhaus Düsseldorf

Ballett zwischen Liebe und Tod

In b.41 zeigt Martin Schläpfer mit "Cellokonzert" seine letzte Arbeit für das Ballett am Rhein. Es gibt einige Überraschungen.

Düsseldorf - In der Oper am Rhein startete am 23.11.2019 eine neue Ballettaufführung mit dem Titel
b.41. Es wird gezeigt:

"Forgotten Land" von Jiří Kyliá

"Lamentation" und "Steps in the Street" von Martha Graham

"Cellokonzert" (Uraufführung) Martin Schläpfer

In Forgotten Land schlagen wilde Wellen an den Strand. Es ist eine gefährdeter Landstrich, dem Meer ausgeliefert.
Der ewige Kreislauf von Sein und Vergehen, Liebe und Tod ist ein Thema, das sich durch das gesamte Schaffen des tschechischen Choreographen Jiří Kylián zieht. Englands rauhe Ostküste und Edwards Munchs Gemälde "Tanz des Lebens" waren die Inspirationsquellen für das Ballett "Forgotten Land". 1981 im Auftrag von Marcia Haydée für zwölf Tänzerinnen und Tänzer des Stuttgarter Balletts von Kylián kreiert, ist „Forgotten Land“ eine zutiefst berührende Hommage an alle verloren gegangenen Länder und Heimaten, ein dunkel getöntes Erinnern an vergessene Menschen und Zeiten.

Es gibt wenige Tanzwerke in denen emotionale Vehemenz und strenge Form eine derartige Symbiose eingehen wie in Martha Grahams 1930 erstmals von ihr selbst präsentiertem Solo "Lamentation":
Eine auf einer Bank sitzende und in einem Stoffschlauch wie in ihrer eigenen Haut gefangene Frau, Ihre innere Gefühlslage - ein Lamento über die Einsamkeit der modernen Menschen wird geradezu herausgeschlagen. Tanz als Sprachrohr der Seele.

Mit "Lamentation" sowie "Steps in the Street" zeigt das Ballett am Rhein erstmals zwei Werke Martha Grahams, jener US-amerikanischen Tänzerin und Choreographin, die mit ihrer eigenen, vom Körperzentrum und den Prinzipien "contraction" und "release" ausgehenden Tanztechnik seit den späten 1920er Jahren die Ästhetik des Bühnentanzes revolutionierte.

Wenn "einem das Cello buchstäblich das Herz zerreißt", dann ist man mittendrin in Dmitri Schostakowitschs 2. Violoncellokonzert. In der Musik steckt die ganze weite Amplitude unseres Lebens, Enttäuschung, tragische Situationen, aber auch Heiteres, Helles, stolze Hoffnungen.

Martin Schläpfer wählt sich diese Komposition nun als Basis eines neuen Balletts, mit welchem er "Musik und Tanz musizierend und tanzend sich in der Essenz begegnen lassen möchte".


 


b.41 startet im Opernhaus Düsseldorf
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