AWO droht mit Schließung von Einrichtungen in NRW

"Warnstreiks völlig nutzlos und unverständlich"

Der Arbeitgeberverband AWO Deutschland hat die zweitägigen Warnstreiks in NRW scharf kritisiert.

Düsseldorf - "Dass Verdi zu einem so frühen Verhandlungs-Zeitpunkt zu Warnstreiks aufruft, ist äußerst ungewöhnlich, völlig nutzlos und unverständlich", sagte der Geschäftsführer Arbeitgeberverband AWO Deutschland, Gero Kettler, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Bei einem zu hohen Tarifabschluss würde einigen Einrichtungen die Insolvenz drohen, sagte er.

"Die dortigen Verantwortlichen würden dann zunächst versuchen, aus der Tarifbindung auszutreten. Ein nächster Schritt wäre eine noch stärkere Arbeitsverdichtung. Am Ende bliebe wohl nichts anderes übrig, als defizitäre Einrichtungen zu schließen, die wir uns aus sozialpolitischen Erwägungen bislang noch geleistet haben." Verdi fordert für die 36.000 Tarifbeschäftigten der AWO NRW eine Erhöhung der monatlichen Einkommen um 100 Euro zuzüglich 3,5 Prozent, die Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro sowie einen Tag mehr Urlaub. Der nächste Verhandlungstermin ist am 28. Oktober 2014.


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