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Auszubildende in Pflegeberufen laut Umfrage häufig unzufrieden mit ihrer Lage

Gewerkschaft: Junge Leute klagen über Überstunden und mangelnde Einarbeitung

Die Auszubildenden in der Kranken- und Altenpflege leiden einer Umfrage der Gewerkschaft Verdi zufolge unter häufigen Überstunden, kurzfristigen Versetzungen und unzureichender Arbeitsanleitung.

Die Auszubildenden in der Kranken- und Altenpflege leiden einer Umfrage der Gewerkschaft Verdi zufolge unter häufigen Überstunden, kurzfristigen Versetzungen und unzureichender Arbeitsanleitung. Das geht aus dem am Montag in Berlin vorgestellten "Ausbildungsreport Pflegeberufe 2015" der Organisation hervor, für den knapp 3500 Auszubildende befragt wurden. Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler forderte sofortige Verbesserungen.

Nach Gewerkschaftsangaben berichtete rund ein Drittel der Befragten von regelmäßigen Überstunden. 17 Prozent erhielten dafür nicht einmal Geld- oder Freizeitausgleich. Zwei Drittel der teilnehmenden Auszubildenden klagten über kurzfristige Versetzungen als Konsequenz aus Personalmangel. Das betraf auch 42 Prozent der angehenden Altenpfleger.

60 Prozent klagten darüber, dass ihre sogenannten Praxisanleiter im Alltag nicht genügend Zeit erhielten, um ihnen die Basis eigenständiger Pflegearbeit zu vermitteln. "Schon die Auszubildenden leiden unter der allgemeinen Personalnot", teilte Bühler mit. "Bei hohem Zeitdruck und extremer Arbeitsverdichtung bleibt eine gute Ausbildung auf der Strecke."

Bühler forderte die Bundesregierung auf, für bessere Ausbildungsbedingungen und eine allgemeine gesetzliche Mindestpersonalausstattung in dem Sektor zu sorgen. "Wer will, dass die jungen Menschen mit Freude in ihrem Beruf bleiben, muss unverzüglich handeln."

© 2016 AFP


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