21.08.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Auswärtiges Amt zeichnet düsteres Bild der Lage in Afghanistan

Auswärtiges Amt zeichnet düsteres Bild der Lage in Afghanistan

Sender NDR zitiert aus vertraulichem Bericht

Das Auswärtige Amt zeichnet ein düsteres Bild von der Lage in Afghanistan.

Berlin - Das Radioprogramm NDR Info zitiert aus einem vertraulichen Bericht des Ministeriums über die "asyl- und abschieberelevante Lage" vom 6. November, der als Entscheidungshilfe für Gerichte und Behörden gedacht sei. Die 28-seitige Verschlusssache beschäftige sich neben der Sicherheitslage vor allem mit der Umsetzung von Grund- und Menschenrechten. Demnach wird vor allem die Lage von Frauen und Kindern als besonders negativ beurteilt.

Die Justiz funktioniere "nur sehr eingeschränkt", die Regierungsführung sei "weiterhin mangelhaft" und die Entwicklung Afghanistans durch die weit verbreitete Korruption gehemmt, heißt es laut NDR in dem Bericht weiter. Die Sicherheitslage sei regional stark unterschiedlich, aber "weiterhin volatil".

Das Auswärtige Amt wollte den Bericht auf Anfrage von NDR Info mit Hinweis auf die Vertraulichkeit des Papiers nicht kommentieren. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte kürzlich unter anderem unter Verweis auf die gezahlte Entwicklungshilfe darauf gedrängt, afghanische Flüchtlinge verstärkt in ihre Heimat zurückzuschicken.

Hinter Syrien ist Afghanistan derzeit das zweite Hauptherkunftsland von Flüchtlingen in Deutschland. Das Innenministerium argumentiert, in Afghanistan gebe es sichere Regionen, die Verfolgten als innerstaatliche Fluchtoption dienen könnten.

(xity, AFP)


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