19.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Australische Schüler auf Spuren des 2. Weltkriegs

Australische Schüler auf Spuren des 2. Weltkriegs

Delegation in der Mahn- und Gedenkstätte empfangen

Oberbürgermeister Thomas Geisel hat am Samstag, 7. April, eine Delegation des St. Patrick's Colleges aus Ballarat, Melbourne, in der Düsseldorfer Mahn- und Gedenkstätte begrüßt.

Düsseldorf - Die 40 australischen Schülerinnen und Schüler sind mit ihren begleitenden Lehrkräften vom 28. März bis zum 8. April in Europa unterwegs. Bei ihrem Besuch in Düsseldorf wurden die Gäste von Schülerinnen und Schülern des Theodor-Fliedner-Gymnasiums begleitet. Unter anderem standen neben dem Treffen mit OB Geisel in der Mahn- und Gedenkstätte auch eine Stadtführung und ein gemeinsames Essen auf dem Programm.

"Ich freue mich deshalb sehr, dass die Delegation des St. Patrick´s College Ballarat mehr als 70 Jahre nach Ende des Zweiten und 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges nach Düsseldorf gekommen ist. Dieser Besuch gibt Schülerinnen und Schülern aus Melbourne und des Theodor-Fliedner-Gymnasiums Düsseldorf die Gelegenheit, sich kennenzulernen und ihr Geschichtsbewusstsein zu schärfen. Die Mahn- und Gedenkstätte ist hierzu auch der richtige Ort. Denn im Mittelpunkt dieses Besuches steht das Gedenken an die furchtbaren Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges und an die menschenverachtenden Verbrechen des Nationalsozialismus. Doch zugleich wird dieser Besuch getragen vom Gedanken der Versöhnung und unserer gemeinsamen Verantwortung für Frieden und Völkerverständigung", erklärt Oberbürgermeister Thomas Geisel. 
 
Zwei Anlässe bilden den Hintergrund der Reise: Zum einen jährt sich in diesem Jahr das Ende des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Zum anderen hatten die Schülerinnen und Schüler ein Zeitzeugengespräch mit Laurie Larmer geführt. Larmer, ehemaliger Schüler des St. Patrick's College, war im Zweiten Weltkrieg als Bomberpilot Einsätze über Dortmund und Düsseldorf geflogen. Er berichtete den Schülern auch von seinem Weg, mit dem Wissen umzugehen, unzähligen Menschen in diesen Städten das Leben genommen zu haben.

Unter anderem hat er vor einigen Jahren Entschuldigungsbriefe an die Oberbürgermeister von Dortmund und Düsseldorf geschrieben und sehr bewegende Antworten erhalten, in denen ihm auch für seinen Einsatz für Frieden und die dadurch erwirkte Rettung unzähliger Menschen gedankt wurde. Sehr gerne würde Laurie Larmer persönlich den Oberbürgermeistern für ihre Antworten danken, kann dies aufgrund seines hohen Alters jedoch nicht mehr tun. So entschieden sich die australischen Schüler, dies in Vertretung für ihn unter anderem in Düsseldorf zu übernehmen.


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