14.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Ausstellung zum Vernichtungsort Malyj Trostenez

Ausstellung zum Vernichtungsort Malyj Trostenez

Landtag gedenkt Opfern mit Wanderausstellung

An die Opfer des wenig bekannten Vernichtungsorts Malyj Trostenez erinnert ab 13. November 2018 eine Ausstellung in der Wandelhalle des Landtags.

Düsseldorf - Mehr als 60.000 Menschen wurden zwischen Frühjahr 1942 und Sommer 1944 in der Vernichtungsstätte Malyj Trostenez in der Nähe von Minsk ermordet. Die Opfer waren deutsche, österreichische, tschechische und belarussische Juden, Zivilisten und Widerstandskämpfer sowie sowjetische Kriegsgefangene. Unter den Ermordeten waren auch Menschen aus Nordrhein-Westfalen.

Der Vernichtungsort Malyj Trostenez ist in der Öffentlichkeit nur wenig bekannt. Die zweisprachige, deutsch-belarussische Ausstellung will dies ändern und stellt vor allem das Erinnern an die Opfer in den Mittelpunkt. Sie stellt dar, wie der Opfer in ihren Heimatländern gedacht wird. Sie nimmt auch das Handeln der Täter in den Blick und will die Bedeutung des größten Vernichtungslagers auf sowjetischen Boden verdeutlichen.

Die Wanderausstellung entstand auf Initiative des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks in Dortmund (IBB) und wird im Landtag in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, dem Erinnerungsort Alter Schlachthof und dem Gerhard-Hauptmann-Haus gezeigt.

Die Ausstellung kann bis einschließlich 2. Dezember 2018 an den für Besucherinnen und Besuchern geöffneten Wochenenden jeweils von 11.00 bis 17.00 Uhr ohne Voranmeldung besichtigt werden. 


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