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Ausstellung "Liebe, Luxus, Blaue Schwerter"

Faszination Rokoko im Hetjens-Museum

Das Hetjens-Museum präsentiert vom 21. September bis zum 19. Januar 2020 die Ausstellung "Liebe, Luxus, Blaue Schwerter - Faszination Rokoko".

Düsseldorf - In einer einmaligen Inszenierung mit historischen Porzellanen, Möbeln und Gemälden werden im Großen Saal des Palais Nesselrode die schönsten Kostbarkeiten der Galerie Röbbig sowie Stücke aus Privatsammlungen präsentiert. Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, 20. September 2019, 18.00 Uhr statt.

Das 18. Jahrhundert ist als "das Galante" bekannt. Keine andere Epoche wird derart mit Luxus und Raffinesse verbunden. Im Rokoko wird das Interieur als Gesamtkunstwerk angesehen. Dessen einzelne Elemente wie Möbel, Porzellan und Gemälde sollen sich in ihrer Wirkung gegenseitig steigern, um auf diese Weise einen Gesamteindruck von größter Eleganz und Raffinesse zu erzielen. Frankreich mit dem Hof in Versailles war zu dieser Zeit für ganz Europa stilbildend.

In der Hauptstadt Paris offerierten die "marchands merciers" (Luxuswarenhändler) Kunstwerke, die weit über die Landesgrenzen hinaus Begehrlichkeiten weckten. Ein ganzer Wirtschaftszweig war damit beschäftigt, immer neue und raffinierte Kleinodien zu entwickeln, die das Verlangen nach Amüsement und Zerstreuung der zahlungskräftigen Käufer stillen konnten. Kunsthandwerker und Ebenisten (Kunsttischler) schufen Objekte, deren herausragende Qualität bis heute unerreicht bleibt.

Im galanten Umgang der Zeit hatten kostbare Geschenke ebenfalls eine bedeutsame Rolle gespielt und wurden als "Galanteriewaren" bezeichnet. Glanz und Kostbarkeit standen bei den Galanteriewaren im Vordergrund. Ganz besonders im Werkstoff Porzellan haben diese verspielten Kostbarkeiten Ausdruck gefunden. Die Manufakturen wie Meissen, Nymphenburg und Sèvres wetteiferten in der Erfindung von verspielten Dosen, Flakons und Liebesgruppen.

Um den Wert des "Weißen Goldes" zu unterstreichen, wurden die Porzellane in Paris gern in feuervergoldete Bronzen montiert. In der Galerie Röbbig, München, Kooperationspartner und Hauptleihgeber der Ausstellung im Hetjens, hat sich der Geist dieser Zeit bewahrt und der Besucher gewinnt einen Eindruck vom Luxus sowie von der Feinheit der Kunst des 18. Jahrhunderts.


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