Ausstellung "Angekommen in Krefeld" in der VHS

Flüchtlinge skizzieren ihre Situation

Die Volkshochschule Krefeld möchte gemeinsam mit dem Kommunalen Integrationszentrum und drei Fotografen dem Thema "Flüchtlinge in Krefeld" in einer Ausstellung ein Gesicht geben.

Krefeld - Interessierte sind zur Eröffnung am Sonntag, 17. April, ab 11.30 Uhr in die Volkshochschule am Von-der-Leyen-Platz eingeladen. Zehn Erwachsene und zehn Jugendliche, die ihre Heimat verlassen haben und in Krefeld angekommen sind, skizzieren ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftsvorstellungen im Foyer der VHS. Die Ausstellung wird von Bürgermeisterin Gisela Klaer eröffnet, der Krefelder Kabarettist Jochen Butz wird in das Thema der Ausstellung "Angekommen in Krefeld - refugees - 20 faces/20 stories" einstimmen. Die Moderation hat Dagmar Groß von der WZ Krefeld. Unterstützt wird die Ausstellung durch den Förderverein der VHS Krefeld und Neukirchen-Vluyn, die Evonik Stiftung und die Bürgerstiftung Krefeld. Sie endet am 31. Mai.

Im Zusammenhang mit der Ausstellung erklärt in einem Vortrag Dr. Christoph Dautermann, stellvertretender Leiter der Museen Burg Linn, dass das Thema Zuwanderung Krefelds Geschichte bis heute prägt. Seit Beginn des 17. Jahrhunderts kamen die Mennoniten als Glaubensflüchtlinge in die Stadt Sie legten die Grundlagen für die wirtschaftliche Prosperität bis heute. Viele andere Zuwanderer aus dem näheren und weiteren Umland haben vor allem im 19. und 20. Jahrhundert zur Entwicklung und zum Wachstum der Stadt beigetragen. Ohne sie sähe das heutige Krefeld anders aus. Eine Migrationsgeschichte Krefelds ist noch zu schreiben. Dazu soll der Vortrag Vorschläge und Ansätze bieten. Der Vortrag findet am Donnerstag, 21. April, ab 19 Uhr im VHS-Haus statt, der Eintritt kostet sechs Euro.