Augsburg und Schalke nicht mehr in Europa dabei

Leverkusen weiter - Dortmund -Spiel steht noch aus

Die Fußballer des FC Augsburg und von Schalke 04 sind nicht mehr im europäischen Wettbewerb dabei.

Berlin - Einzig Leverkusen schaffte zunächst am Donnerstagabend in der Europa League den Einzug ins Achtelfinale, in das auch noch Dortmund vordringen will.

Während sich der kleine FC Augsburg beim 0:1 (0:1) gegen den großen FC Liverpool tapfer, aber erfolglos wehrte, endeten die königsblauen Titelträume nach einer erschreckend schwachen Leistung gegen Schachtjor Donezk. Die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter unterlag im Rückspiel der Zwischenrunde 0:3 (0:1).

Bevor Schalkes Revierrivale Borussia Dortmund am Abend beim FC Porto antrat (Hinspiel 2:0), schaffte Bayer Leverkusen als einziger Bundesligist den Sprung ins Achtelfinale. Die Rheinländer gewannen die letzte Partie vor der einwöchigen Zwangspause ihres Trainers Roger Schmidt gegen Sporting Lissabon mit 3:1 (1:1). Nationalspieler Karim Bellarabi, der bereits im Hinspiel zum 1:0-Sieg getroffen hatte, erzielte zwei Tore (29./65.), Hakan Calhanoglu (87.) sorgte für den Endstand.

Für die ersatzgeschwächte Augsburger Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl war die Aussicht auf das erhoffte Wunder von Anfield schon sehr früh getrübt. Liverpools James Milner verwandelte bereits in der 5. Minute einen Handelfmeter für die Reds von Teammanager Jürgen Klopp. Auch die überraschende Einwechslung des angeschlagenen Raul Bobadilla brachte nach dem 0:0 im Hinspiel keine Wende mehr.

Augsburg hatte Probleme mit dem variablen Offensivspiel der Klopp-Elf und konnte so auch den Anfield-Fluch nicht brechen. Noch nie hat eine deutsche Mannschaft an der "heiligen" Fußball-Stätte gewonnen. Zudem fielen die zahlreiche Ausfälle sichtbar ins Gewicht. Dennoch überwog bei den Gästen der Stolz über die Auftritte ihrer internationalen Debüt-Saison.

Ganz anders die Gemütslage auf Schalke: Im fünften Jahr nacheinander scheiterten die Erben der "Eurofighter" im Europapokal vor heimischen Publikum. Nach dem 0:0 im Hinspiel besiegelten die Brasilianer Marlos (27.) und Facundo Ferreyra (63.) sowie der Ukrainer Wiktor Kowalenko (77.) das Schalker Aus.

Schon 2005 waren die Königsblauen in der Zwischenrunde nach einem Remis in Donezk mit einer Heimpleite gegen Schachtjor gescheitert. Besonders bitter diesmal: Mittelfeld-Motor Leon Goretzka schied mit Verdacht auf Schultereckgelenksprengung aus (45.+1) und droht lange auszufallen. Leverkusen wiederum zeigte sich nach turbulenten Tagen und endlosen Diskussionen um den von Trainer Schmidt verursachten Eklat im Ligaspiel gegen Dortmund gut erholt und zog verdient ins Achtelfinale ein.

(xity, AFP)