Augensicherheit während der Sonnenfinsternis

Sichere Beobachtung mit speziellen Filtern

Wer am 20. März 2015 etwa zwischen 9.00 und 11.00 Uhr die Natur aufmerksam beobachtet, wird erstaunt sein.

Fürstenfeldbruck - Es herrscht ein seltsames Dämmerlicht, und bei klarem Himmel sind zwischen den Schatten einzelner Blätter auf den Erdboden kleine Sicheln zu erkennen: Deutschland erlebt eine partielle Sonnenfinsternis. Wer 1999 die totale Sonnenfinsternis beobachtet hat, weiß noch, wie wichtig ein sicherer Filter für die Gesundheit der eigenen Augen ist. Alle Sonnensicht-Brillen mit CE-Kennzeichnung müssen den sicheren Blick auf die Sonne gewährleisten.

Vielmehr haben Sonnenfinsternisse sogar dabei geholfen, bereits bestehende Augenerkrankungen oder auch Neigungen zur Netzhautablösung frühzeitig zu entdecken. Wer z.B. noch nach vier Stunden ein "Nachbild" der Sonne auf der Netzhaut sieht, sollte bei einem Augenarzt prüfen lassen, ob eine bislang unentdeckte Netzhautproblematik besteht.

Kinder und Jugendliche sollten am 20. März 2015 einen sicheren Augenschutz tragen, bevor sie das seltene Himmelsereignis der teilverfinsterten Sonne betrachten. Ernsthafte Augenschädigungen stammen oft von "Mutproben", bei denen derjenige gewinnt, welcher am längsten direkt in die Sonne schaut. Das Tückische ist dabei, dass der angeborene starke Drang zum Wegsehen nach einigen Sekunden direkten Sehens in die Sonne nachlässt. Da im Auge keine Schmerzrezeptoren vorhanden sind, verdampft ein Teil der Netzhaut unbemerkt. Danach tritt das gleiche Sehempfinden auf wie bei einer Makuladegeneration: Mitten im Sehfeld tanzt dann ein blinder Fleck, der nie wieder verschwindet.