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Aufstockung des Fonds für Ex-DDR-Heimkinder beschlossen

Genaue Summe noch unklar

Der Fonds für ehemalige DDR-Heimkinder soll aufgestockt werden.

Berlin - Das beschlossen das Bundeskabinett und die ostdeutschen Länder, wie das Bundesfamilienministerium in Berlin mitteilte. Eine genaue Summe wurde noch nicht festgelegt. Nach bisherigen Schätzungen sei von bis zu 200 Millionen Euro auszugehen, erklärte das Ministerium. Betroffene sollen sich bis zum 30. September melden, um ihre Ansprüche zu wahren.

Der Fonds "Heimerziehung in der DDR" war laut Familienministerium zum 1. Juli 2012 gestartet und ursprünglich mit 40 Millionen Euro ausgestattet. Diese Summe sei jedoch aufgrund einer "unerwartet hohen Inanspruchnahme" der Leistungen bereits nahezu ausgeschöpft. Um wie viel Geld der Fonds nun aufgestockt wird, soll nach Ablauf der Anmeldefrist festgelegt werden. Die Hilfeleistungen können Menschen bekommen, die als Kinder oder Jugendliche zwischen 1949 und 1990 in Heimen der DDR Leid und Unrecht erfahren haben und bis heute unter den Folgen leiden.

"Wir können das Unrecht nicht ungeschehen machen, aber wir übernehmen Verantwortung und wollen die Betroffenen mit den Hilfeleistungen unterstützen", erklärte Familienministerin Manuela Schwesig (SPD). Es werde niemand im Regen stehen gelassen. Alle Betroffenen, die Hilfeleistungen des Fonds in Anspruch nehmen wollten und die Voraussetzungen erfüllten, würden diese auch erhalten können.

Schwesig mahnte aber, sich unbedingt bis zum 30. September an eine zuständige Anlauf- und Beratungsstelle zu wenden. Sie ermutige alle ehemaligen Heimkinder, die Unrecht erlitten hätten und die bislang noch zögerten oder unsicher seien, sich anzumelden, erklärte die Ministerin. Die Anmeldefrist bedeute nicht, dass bis dahin auch schon sämtliche Leistungen beantragt sein müssten. Bis zum Ende der Fondslaufzeit am 30. Juni 2017 bleibe genügend Zeit für Beratungsgespräche, die Ermittlung des konkreten Hilfebedarfs und die Auszahlung der vereinbarten Leistungen.

(xity, AFP)


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